Der Schauspieler hatte die Kürzungen der Trump-Regierung bei USAID kritisiert – und dann ging der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses online.
In einer Ära, in der die Grenze zwischen politischem Diskurs und Prominentenkultur so gut wie verschwunden ist, kann man damit rechnen, dass die Trump-Regierung gegen jeden zurückschlägt, der ihre Politik kritisiert.
Mehrere Hollywood-Stars haben die Regierung aus verschiedenen Gründen kritisiert. Donald Trump veröffentlichte sogar ein KI-generiertes Video von sich selbst als Arzt, der bei verschiedenen Hollywood-Stars das „Trump Derangement Syndrome“ diagnostiziert – ein nicht-klinischer Begriff, der extreme negative Reaktionen auf Trump und seine Politik beschreibt.
Diesmal jedoch hat der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, in einer Auseinandersetzung mit der Hollywood-Legende Richard Gere die sozialen Medien genutzt. Cheungs Gegenangriff auf Geres Kritik könnte einen neuen Tiefpunkt in der politischen Schlammschlacht darstellen.
Gere nimmt USAID-Kürzungen ins Visier
Richard Gere hat sich nie gescheut, seinen politischen und humanitären Aktivismus zu zeigen. Als langjähriger Verfechter von Menschenrechten, tibetischer Autonomie und globalen Hilfsprogrammen hat Gere seine öffentliche Plattform häufig genutzt, um seine deutliche Ablehnung von Donald Trumps Rhetorik und Politik auszudrücken.
Im Juni wurde Geres Kritik noch direkter. In einem Interview mit der Associated Press, das am 4. Juni auf YouTube veröffentlich wurde, sagte Gere:
„USAID war wahrscheinlich das Reinste, was Amerika bis zu diesem Zeitpunkt getan hat. Es war ein Hilfsprogramm für bedürftige Menschen. Er [Trump] hat das am ersten Tag gestoppt. Es war irrsinnig. Er weiß vermutlich nicht einmal, wofür USAID überhaupt steht. Er hat Idioten um sich, die genauso ahnungslos sind.“
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Dann betrat Cheung die Arena
Als Reaktion auf Geres lautstarke Kritik schlug Trumps Lager zurück – nicht indem es seine Argumente bezüglich demokratischer Normen oder Auslandshilfe aufgriff, sondern indem es sich in den Abgrund der Boulevard-Folklore der 1990er-Jahre begab.
Die Behauptung bezog sich auf eine berüchtigte, völlig unbegründete Hollywood-Großstadtlegende über Gere, die seit über dreißig Jahren wiederholt von Faktencheckern und Biografen widerlegt wurde.
Cheung postete einen Screenshot eines Artikels und – wir lassen Cheungs Beitrag einfach für sich sprechen.
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Bereits vor Jahrzehnten widerlegt
Die Großstadtlegende bezüglich Richard Gere und der Rennmaus wurde bereits 1998 von Snopes widerlegt.
Ein am 28. März 1998 veröffentlichter Artikel widerlegte den Mythos gründlich und bot sogar einen interessanten Einblick in den Ursprung der Rennmaus-Geschichte.
Offenbar spielte das für Cheung keine Rolle.
