Langjährige politische Bündnisse werden auf die Probe gestellt, da prominente Stimmen ihre frühere Unterstützung überdenken. Die Kritik deutet auf unterschiedliche Erwartungen hin und nicht auf einen einheitlich organisierten Bruch.
Mehrere konservative Persönlichkeiten, die US-Präsident Donald Trump einst nachdrücklich unterstützten, haben ihn inzwischen kritisiert oder ihre frühere Unterstützung bereut. Darin spiegeln sich Meinungsverschiedenheiten über den Iran, Unterlagen im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und die Ausrichtung von Trumps zweiter Amtszeit wider.
Laut HuffPost strahlte Nicolle Wallace, Moderatorin bei MS NOW, einen Zusammenschnitt aus, in dem frühere Unterstützungsbekundungen für Trump späterer Kritik gegenübergestellt wurden.
Die gezeigten Personen vertraten kein gemeinsames politisches Programm. Einige waren offenbar der Ansicht, Trump habe seine Basis im Stich gelassen, während andere forderten, seine Regierung solle eine radikalere Politik verfolgen. Die frühere Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene aus Georgia und der ehemalige Moderator von Fox News, Tucker Carlson, brachten die Möglichkeit einer neuen politischen Partei ins Gespräch.
Frühere Unterstützer äußern Bedauern
Die Kommentatorin Candace Owens äußerte ihr Bedauern besonders deutlich. Sie sagte: „Ich schäme mich zutiefst dafür, dass ich Trump früher unterstützt habe, weil er sich vollständig gegen seine gesamte Basis gewandt hat.“
Beim MMA-Kämpfer Sean Strickland wurde der Wandel von Lob zu einer deutlich schärferen Einschätzung gezeigt. Nachdem er Trump zuvor als „einen verdammt guten Kerl“ bezeichnet hatte, sagte er später: „Wenn man auf einer Trump-Kundgebung ist, denkt man: ‚Ich kann definitiv nachvollziehen, wie Hitler möglich wurde.‘“
Der Verschwörungsmoderator Alex Jones, der sein Publikum einst mit den Worten „Unterstützt Trump, sonst bricht die Zivilisation zusammen“ gewarnt hatte, forderte inzwischen Trumps Absetzung auf Grundlage des 25. Zusatzartikels zur US-Verfassung. Auch der Podcaster Shawn Ryan wurde als jemand dargestellt, der seine frühere Unterstützung einschränkte. Er erklärte, er habe Trump für die einzige verfügbare Wahl gehalten.
Ihr Einfluss bleibt ungewiss
Der politische Analyst Rick Stengel sagte, die Kritiker wandten sich aus unterschiedlichen Gründen von Trump ab, und verglich sie mit „den sprichwörtlichen Ratten, die das sinkende Schiff verlassen“.
„Alle Menschen, die wir gerade gesehen haben, fühlen sich von Trump auf die eine oder andere Weise verraten“, sagte er. „Sie haben erkannt, dass er überhaupt keine Ideologie hat – außer Aufmerksamkeit zu erlangen und Geld zu verdienen.“
Die politischen Auswirkungen dieser Kehrtwenden bleiben unklar. Ihre Äußerungen könnten konservative Wähler beeinflussen, doch der Beitrag lieferte keine Hinweise darauf, dass die Kritik zu einer organisierten Herausforderung innerhalb der republikanischen Wählerschaft geführt hat.
Quelle: HuffPost