Zwei aktuelle Umfragen zeichnen ein unterschiedliches Bild eines Präsidentschaftswahlkampfs, der noch mehr als zwei Jahre entfernt ist. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Region, Ideologie und Geschlecht.
Eine Umfrage von Emerson College Polling sieht den früheren Verkehrsminister Pete Buttigieg mit 19 Prozent unter den demokratischen Vorwahlwählern knapp vor dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom, der auf 17 Prozent kommt.
Der Senator aus Georgia, Jon Ossoff, und die New Yorker Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez erreichen jeweils 13 Prozent. Die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris folgt mit 8 Prozent, vor Kentuckys Gouverneur Andy Beshear mit 7 Prozent und Pennsylvanias Gouverneur Josh Shapiro mit 5 Prozent.
Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, erhält 3 Prozent, der kalifornische Kongressabgeordnete Ro Khanna 2 Prozent, während 13 Prozent noch unentschlossen sind.
Geringer Vorsprung mahnt zur Vorsicht
Emerson College Polling befragte am 19. und 20. Juli landesweit 1.100 wahrscheinliche Wähler bei den Zwischenwahlen 2026. Für die Gesamtstichprobe wurde ein Glaubwürdigkeitsintervall von 2,9 Prozentpunkten angegeben. Sie umfasste zudem eine kleinere Gruppe, die zu einem hypothetischen demokratischen Vorwahlrennen befragt wurde.
Da Buttigieg nur zwei Prozentpunkte vor Newsom lag, belegen die Zahlen keine klare Führung. Ergebnisse aus der kleineren demokratischen Teilstichprobe weisen in der Regel eine größere statistische Unsicherheit auf als die Ergebnisse der Gesamtstichprobe.
Die Umfrage zeigte zudem deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Newsom erhielt unter Frauen 25 Prozent und unter Männern 8 Prozent, während Ossoff unter Männern 18 Prozent und unter Frauen 8 Prozent erreichte. Buttigiegs Unterstützung war gleichmäßiger verteilt.
Wie The Daily Beast berichtet, führte Buttigieg kürzlich in Iowa Wahlkampf für die demokratische Kongresskandidatin Sarah Trone. Auf die Frage nach seinen unmittelbaren Prioritäten antwortete er:
„Ich konzentriere mich voll und ganz auf die Wahlen in diesem Jahr. Die Zukunft wird kommen, aber im Moment stehen sehr wichtige Wahlen vor uns.“
Ocasio-Cortez führt in New Hampshire
Eine separate Umfrage des University of New Hampshire Survey Center sieht Ocasio-Cortez unter den wahrscheinlichen demokratischen Vorwahlwählern im Bundesstaat mit 22 Prozent auf dem ersten Platz. Buttigieg folgt mit 21 Prozent.
Die Ergebnisse sind nicht direkt vergleichbar. Emerson College Polling erfasste die landesweite Stimmung, während sich die Umfrage des University of New Hampshire Survey Center auf Wähler in einem einzelnen Bundesstaat konzentrierte, in dem eine der ersten Vorwahlen stattfindet.
Nach Angaben des University of New Hampshire Survey Center erhielt Ocasio-Cortez einen Großteil ihrer Unterstützung von Sozialisten und Progressiven. Buttigieg, der sich bereits 2020 um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewarb, erhielt eine gleichmäßiger verteilte Unterstützung unter Progressiven, Liberalen und Moderaten.
Frühere Umfragen des University of New Hampshire Survey Center hatten ebenfalls andere Rangfolgen ergeben. Dies verdeutlicht, wie sich Präferenzen lange vor Beginn der Stimmabgabe verändern können.
Quellen: Emerson College Polling, University of New Hampshire Survey Center, The Daily Beast