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Pete Hegseth sagt, Guantánamo-Häftlinge hätten hingerichtet werden sollen

Pete Hegseth Guantanamo Bay
noamgalai + The Visual Explorer / Shutterstock.com

Die Äußerung erfolgte nach einem Besuch auf einem US-Militärstützpunkt in Kuba. Sie rückte die dort weiterhin festgehaltenen Gefangenen und die ungelösten Gerichtsverfahren erneut in den Fokus.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte am Mittwoch in Tampa, die verbliebenen Häftlinge im Gefangenenlager Guantánamo Bay hätten „schon vor langer Zeit“ hingerichtet werden sollen, berichtet Digi24.

Auf die Frage nach den verbliebenen Häftlingen und Gerechtigkeit für die Opfer der Anschläge vom 11. September antwortete Hegseth:

„Diese Häftlinge in Gitmo hätten meiner persönlichen Meinung nach schon vor langer Zeit für die Verbrechen, die sie gegen das amerikanische Volk begangen haben, hingerichtet werden sollen.“

Äußerung fiel in Tampa

Der Kommentar fiel, nachdem Hegseth den US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba besucht hatte.

The New York Times berichtete, das Pentagon habe die Reise als Gelegenheit beschrieben, Truppenangehörige zu treffen, bevor Hegseth später das US-Zentralkommando in Florida besuchte.

Vom Pentagon veröffentlichtes Videomaterial zeigte ihn beim Training mit Marinesoldaten nahe dem Tor, das den Stützpunkt von kubanischem Territorium trennt. Außerdem lief er auf dem Gelände und bezeichnete den Stützpunkt als „einen sehr wichtigen und strategischen Teil amerikanischen Territoriums“.

In Guantánamo warnte Hegseth Kuba davor, Waffen anzustreben, die entweder die Vereinigten Staaten oder den Stützpunkt erreichen könnten.

„Was mit der Zukunft Kubas geschieht, liegt in den Händen des Präsidenten der Vereinigten Staaten und der kubanischen Führung“, sagte er. „Egal, was passiert – das Kriegsministerium wird auf jede denkbare Situation vorbereitet und entsprechend aufgestellt sein.“

Nach Angaben des US-Kriegsministeriums erklärte Hegseth gegenüber Angehörigen der Streitkräfte, der Stützpunkt bleibe für die Einsatzbereitschaft der USA in der Karibik und in der westlichen Hemisphäre insgesamt von großer Bedeutung.

Verfahren weiterhin anhängig

Das Gefangenenlager wurde nach den Anschlägen vom 11. September eröffnet und beherbergte zeitweise nahezu 800 Gefangene, schreibt Digi24.

Von den 15 Häftlingen, die sich noch dort befinden, wurden lediglich zwei von Militärtribunalen verurteilt. Die Verfahren gegen sieben weitere Personen sind laut Pentagon-Angaben weiterhin anhängig.

Die Einrichtung steht seit Jahren international in der Kritik – unter anderem wegen langjähriger Inhaftierungen ohne Gerichtsverfahren, Foltervorwürfen und der Nutzung von Militärkommissionen.

Der Stützpunkt liegt an der Südostküste Kubas und wird auf Grundlage eines Pachtvertrags aus dem Jahr 1903 betrieben. Seit der von Fidel Castro geführten Revolution von 1959 betrachtet Kuba das Abkommen als ungültig.

The New York Times berichtete, Hegseths Besuch habe zu einem Zeitpunkt stattgefunden, an dem die Trump-Regierung den Druck auf Kuba erhöht habe, politische und wirtschaftliche Veränderungen vorzunehmen.

Quellen: The New York Times, Digi24, US-Kriegsministerium