Startseite Polizei Baby positiv auf Kokain getestet – Krankenhausalarm in Spanien

Baby positiv auf Kokain getestet – Krankenhausalarm in Spanien

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Eine schockierende Entdeckung führte zur Inhaftierung einer Mutter und ihres Partners, während ein Richter mögliche Sorgerechtsmaßnahmen prüft.

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Ein acht Monate alter Junge ist positiv auf Kokain getestet worden, nachdem er aus einem Strandgebiet in Marbella ins Krankenhaus gebracht worden war. In der Folge wurden seine Eltern festgenommen.

Die Regionalzeitung Diario Sur berichtete, dass toxikologische Tests im Krankenhaus Costa del Sol die Substanz im Urin des Kindes nachgewiesen hätten, nachdem Ärzte wegen seines körperlichen Zustands besorgt gewesen seien.

Dieser Befund verlagerte den Fall von einer Überprüfung des Kindeswohls zu einer strafrechtlichen Ermittlung.

Die 25-jährige britische Mutter des Säuglings und ihr 43-jähriger spanischer Partner wurden kurz darauf in Gewahrsam genommen.

Die Ergebnisse des Krankenhauses

Das medizinische Personal stellte fest, dass das Gewicht des Babys unter den erwarteten Werten lag, und ordnete weitere Untersuchungen an, darunter ein toxikologisches Screening.

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Die Zeitung berichtet, dass das positive Kokainergebnis der Polizei mitgeteilt wurde, woraufhin die Beamten beide Erwachsenen festnahmen. Die Mutter hatte in den vergangenen Monaten Termine beim Kinderarzt vereinbart, diese jedoch nicht wahrgenommen.

Nach spanischem Recht sind Angehörige der Gesundheitsberufe verpflichtet, die Behörden zu informieren, wenn der Verdacht besteht, dass ein Minderjähriger gefährdet sein könnte – ein Schritt, der automatisch polizeiliche und gerichtliche Maßnahmen auslösen kann.

Die medizinische Untersuchung folgte auf einen früheren Polizeieinsatz in Cabopino, einem Abschnitt der Costa-del-Sol-Küste, der für sein Dünensystem bekannt ist.

Die Beamten waren nach Berichten über ein kleines Feuer ausgerückt und trafen das Paar mit seinem Baby in einem Zelt an. Nach Bewertung der Gesamtsituation entschieden sie, das Kind medizinisch untersuchen zu lassen, und brachten die Familie zunächst in ein örtliches Gesundheitszentrum und anschließend ins Krankenhaus.

Nächste rechtliche Schritte

Die Eltern sollen im Rahmen der in Spanien üblichen Voruntersuchung vor einem Ermittlungsrichter erscheinen.

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Solche Anhörungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, während die Beweise geprüft werden. Richter können vorsorgliche Maßnahmen anordnen, darunter die vorläufige Aussetzung des Sorgerechts, wenn sie der Ansicht sind, dass für ein Kind eine mögliche Gefahr besteht.

Die spanischen Kinderschutzrichtlinien erlauben vorläufige Unterbringungen bei Verwandten oder Pflegefamilien, während Gerichte längerfristige Regelungen festlegen. Sollte dies hier zur Anwendung kommen, würden die regionalen Behörden in Andalusien vorübergehend die Verantwortung für den Säugling übernehmen.

Der Fall in Marbella folgt nur wenige Wochen nach einer weiteren drogenbezogenen Kindeswohlermittlung in Málaga.

Im Januar nahm die Nationalpolizei eine 24-jährige Frau fest, nachdem ihr vier Monate altes Baby laut dem spanischen Sender Antena 3 mit Atemproblemen ins Krankenhaus eingeliefert worden war und später positiv auf Cannabis getestet wurde. Nach Angaben der Polizei räumte die Mutter ein, die Droge während der Stillzeit konsumiert zu haben.

Der Säugling verbrachte elf Tage auf der Intensivstation, bevor er sich erholte. Laut Polizeimitteilungen wurde das Sorgerecht vorübergehend einer Großmutter übertragen, während die gerichtlichen Verfahren andauern.

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Quellen: Diario Sur; Antena 3