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Britische Schule schließt nach Cyberangriff auf IT-Systeme

Britische Schule schließt nach Cyberangriff auf IT-Systeme
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Die Schule teilte mit, sie arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen, könne jedoch noch nicht sagen, wann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen wird.

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Eine weiterführende Schule in der englischen Region West Midlands musste den Betrieb einstellen, nachdem ein Cyberangriff zentrale digitale Dienste lahmgelegt hatte. Die Störung hat viele Familien vor kurzfristige Betreuungsprobleme gestellt und neue Fragen zur Cybersicherheit von Schulen aufgeworfen.

Die Schule teilte mit, sie arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen, könne jedoch noch nicht sagen, wann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen wird.

Plötzliche Schließung

Die Higham Lane School in Nuneaton, nördlich von Coventry in Mittelengland, blieb ab Montag, dem 5. Januar, geschlossen, nachdem am Wochenende ein Cyberangriff festgestellt worden war.

In einer Nachricht an Eltern und Erziehungsberechtigte erklärte die Schule, sie hoffe, am Mittwoch wieder öffnen zu können, betonte jedoch, dass dies nur möglich sei, wenn der Unterricht „auf sichere und kontrollierte Weise“ stattfinden könne.

Von der Schließung sind mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitende betroffen. Sie fiel in die erste vollständige Schulwoche nach den Ferien.

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IT-Systeme ausgefallen

Nach Angaben der Schule setzte der Angriff die gesamte IT-Infrastruktur außer Betrieb. Betroffen waren unter anderem Telefone, E-Mail-Systeme, Server sowie Verwaltungsplattformen, wodurch das Personal nicht mehr auf die üblichen digitalen Arbeitsmittel zurückgreifen konnte.

Die Schule entschuldigte sich bei den Familien, die aufgrund der kurzfristigen Schließung alternative Betreuungsmöglichkeiten organisieren mussten.

Die Higham Lane School gehört zum Central England Academy Trust, einem Schulträger in der Region.

Entscheidung zur Schließung

Die Schulleitung bezeichnete die Entscheidung als „schwierig“, erklärte jedoch, sie sei notwendig gewesen, um Ermittlern Zeit zur Beweissicherung zu geben und das Risiko eines erneuten Vorfalls zu verringern.

Zugleich bestätigte die Schule, dass die zuständigen Behörden informiert wurden und man uneingeschränkt mit allen relevanten Stellen kooperiere.

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„Als Vorsichtsmaßnahme bleibt die Schule derzeit geschlossen, während Untersuchungen und Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt werden“, hieß es in der Erklärung.

Laufende Ermittlungen

Im Rahmen der Maßnahmen wurden Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler angewiesen, bis auf Weiteres keine schulischen Systeme zu nutzen, darunter auch Google Classroom oder SharePoint.

„Um während der laufenden Untersuchungen ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, werden sowohl Mitarbeitende als auch Lernende gebeten, vorerst nicht auf Schulsysteme zuzugreifen“, teilte die Schule mit.

Bislang gibt es keine Hinweise darauf, ob personenbezogene Daten eingesehen oder entwendet wurden. Auch zur Art des Angriffs machte die Schule keine näheren Angaben.

Cyberangriffe auf Schulen in Großbritannien haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Angreifer nehmen dabei zunehmend öffentliche Einrichtungen ins Visier, die stark auf digitale Systeme angewiesen sind, jedoch häufig nur begrenzte Ressourcen für Cybersicherheit zur Verfügung haben.

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