Startseite Technologie Lego verpasst einem Klassiker ein technisches Upgrade

Lego verpasst einem Klassiker ein technisches Upgrade

Lego
Pixabay

Im Mittelpunkt steht ein neuer Smart Brick, Teil einer umfassenderen Initiative, die Legos bislang ambitioniertesten Vorstoß in interaktive Hardware markieren könnte.

Gerade lesen andere

Lego nimmt eines der bekanntesten Objekte der Spielzeuggeschichte und unterzieht es einer technologischen Überarbeitung. Auf der CES 2026 stellte das Unternehmen ein neues System vor, das die klassischen Bausteine in die Welt des vernetzten, reaktionsfähigen Spielens führt.

Im Mittelpunkt steht ein neuer Smart Brick, Teil einer umfassenderen Initiative, die Legos bislang ambitioniertesten Vorstoß in interaktive Hardware markieren könnte.

Ein neu gedachter Baustein

Der auf der CES vorgestellte Lego Smart Brick sieht aus wie ein gewöhnlicher 2×4-Stein, ist jedoch mit Elektronik ausgestattet, die darauf ausgelegt ist, auf die Art und Weise zu reagieren, wie Kinder bauen und spielen.

Nach Angaben von Lego enthält der Stein einen speziell entwickelten 4,1-mm-Chip, auf dem die sogenannte „Play Engine“ läuft, sowie Sensoren zur Erkennung von Bewegung, Ausrichtung, Abstand und nahegelegenen Magnetfeldern. Hinzu kommen ein kleiner Lautsprecher, ein Beschleunigungssensor und eine Reihe von LED-Leuchten.

Im Gegensatz zu früheren Lego-Experimenten mit Elektronik soll der Smart Brick dynamisch auf das Spiel reagieren und Klang- sowie Lichteffekte erzeugen, die direkt mit seinen Bewegungen oder der Kombination mit anderen Teilen verknüpft sind.

Lesen Sie auch

Das Smart-Play-System

Der Smart Brick ist Teil einer neuen Plattform namens Smart Play, zu der auch Smart Minifigures und Smart Tags gehören.

Smart Tags sind einfache 2×2-Platten mit eingebetteten digitalen IDs, die der Smart Brick über magnetische Nahfeldkommunikation auslesen kann. Smart Minifigures enthalten ähnliche IDs. Gemeinsam liefern diese Komponenten Kontext und geben dem Smart Brick vor, welche Rolle er in einem bestimmten Bauprojekt übernehmen soll.

So kann ein Smart Tag, der in einem Star-Wars-Raumschiff-Set platziert wird, den Stein anweisen, sich wie dieses spezifische Fahrzeug zu verhalten und entsprechende Geräusche, Lichteffekte und Interaktionen zu erzeugen.

Bausteine, die miteinander kommunizieren

Um alles zu verbinden, hat Lego eine lokale drahtlose Ebene namens BrickNet entwickelt. Sie basiert auf Bluetooth und einem proprietären Positionierungssystem und ermöglicht es Smart Bricks, die Nähe und Ausrichtung anderer Steine zu erkennen.

Lego zufolge können die Komponenten so direkt miteinander kommunizieren, ohne Apps, Internetverbindung oder externe Steuergeräte. Ziel ist es, die Einfachheit des klassischen Lego-Spiels zu bewahren und gleichzeitig im Hintergrund reaktionsfähige Funktionen hinzuzufügen.

Lesen Sie auch

Energieversorgung und Alltagstauglichkeit

All diese Technik benötigt Energie, doch Lego betont, dass die Smart Bricks für eine langfristige Nutzung ausgelegt sind. Nach Angaben des Unternehmens können die Batterien ihre Ladung selbst nach jahrelanger Inaktivität behalten.

Mehrere Smart Bricks lassen sich zudem gleichzeitig kabellos über eine gemeinsame Ladeplatte aufladen, dank integrierter Kupferspulen.

Start mit Star Wars

Lego führt Smart Play mit drei Star-Wars-Sets ein, die sich vor allem an jüngere Baumeister richten. Die Preise liegen über denen vergleichbarer Sets ohne smarte Funktionen, was die zusätzliche Technik widerspiegelt.

Zum Sortiment gehören Darth Vaders TIE Fighter für 70 US-Dollar, Luke’s Red Five X-Wing für 100 US-Dollar sowie ein größeres Throne Room Duel & A-wing-Set zum Preis von 160 US-Dollar.

Vorbestellungen starten am 9. Januar, die vollständige Markteinführung ist für den 1. März geplant. In der Zwischenzeit stehen einige Videos zur Verfügung.

Lesen Sie auch

Quellen: Lego