Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Bezahlen unterwegs oder zur Navigation: Smartphones sind auch im Winter ständig im Einsatz. Gerade bei Frost zeigt sich jedoch, wie anfällig die Technik für extreme Bedingungen ist.
Gerade lesen andere
Nicht der Frost selbst setzt den Geräten am meisten zu. Entscheidend ist, wie Smartphones zwischen kalter Außenluft und warmen Innenräumen genutzt werden.
Alltag im Frost
Typische Szenen wiederholen sich jedes Jahr: Das Smartphone schaltet sich plötzlich ab, der Bildschirm reagiert verzögert oder das Gerät rutscht aus klammen Fingern. Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom haben viele Nutzer solche Situationen bereits erlebt, wie n-tv berichtet.
Eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research zeigt, dass 68 Prozent der Smartphone-Nutzer in Deutschland bei kaltem Wetter schon technische Probleme hatten. Dennoch verzichtet ein großer Teil auf gezielte Schutzmaßnahmen.
Fast jede zweite befragte Person nutzt ihr Smartphone im Winter draußen seltener als sonst. Ebenso viele ärgern sich darüber, dass Touchscreens mit normalen Handschuhen kaum bedienbar sind.
Technik unter Stress
Besonders empfindlich reagiert der Akku. Laut Bitkom kann er bei niedrigen Temperaturen weniger Energie bereitstellen, wodurch der angezeigte Ladestand abrupt sinkt. In manchen Fällen schaltet sich das Gerät vorsorglich ab.
Lesen Sie auch
Ursache ist der steigende Innenwiderstand der Batterie. Unter Belastung fällt die Spannung stärker ab, obwohl rechnerisch noch Energie vorhanden ist. Um Ausfälle zu vermeiden, rät der Verband, den Akkustand möglichst oberhalb der Hälfte zu halten.
Diese Effekte verschwinden in der Regel, sobald das Smartphone wieder wärmer wird.
Drinnen wird es kritisch
Größere Risiken entstehen oft erst nach dem Aufenthalt im Freien. Wird ein stark abgekühltes Smartphone rasch wieder erwärmt, kann sich im Inneren Kondenswasser bilden, warnt Bitkom, wie n-tv berichtet.
Diese Feuchtigkeit kann elektronische Bauteile beschädigen. Fachleute empfehlen daher, ein eiskaltes Gerät zunächst auszuschalten und langsam an einem mäßig warmen Ort auf Temperatur zu bringen.
Während dieser Phase sollte weder geladen noch eine Hülle verwendet werden, damit eingeschlossene Feuchtigkeit entweichen kann.
Lesen Sie auch
Vorsicht im Gebrauch
Auch mechanische Schäden treten im Winter häufiger auf. Kaltes Displayglas ist spröder, gleichzeitig ist das Gerät bei trockener Haut und klammen Fingern schwerer zu halten.
Bitkom rät, Smartphones nah am Körper zu tragen, etwa in einer Jackeninnentasche. Schutzhüllen können dabei helfen, kurze Kälteschocks abzumildern und das Risiko von Stürzen zu senken.
Träge Touchscreens oder veränderte Farben gelten meist als vorübergehend und normalisieren sich, sobald das Gerät wieder warm ist.
Quelle: Bitkom, n-tv