20 Jahre unschuldig hinter Gittern: Australiens berüchtigtste Serienmörderin unschuldig

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Australiens größter Justizskandal.

Kathleen Folbigg, die einst als "Australiens schlimmste Serienmörderin" galt, wurde nach 20 Jahren im Gefängnis freigesprochen. Sie war 2003 wegen Mordes an drei ihrer Kinder und Totschlags an einem vierten Kind verurteilt worden. 

Ein Gericht in Sydney hob das Urteil auf, nachdem neue wissenschaftliche Beweise starke Zweifel an ihrer Schuld aufkommen ließen. 

Folbigg hatte stets ihre Unschuld beteuert und war im Juni nach einer eingehenden Überprüfung des Falls begnadigt worden.

Laut einem Bericht von Merkur basierte der Schuldspruch ursprünglich auf Tagebucheinträgen Folbiggs, die die Staatsanwaltschaft als Schuldeingeständnisse interpretierte. 

Es gab keine forensischen Beweise, und die Staatsanwaltschaft argumentierte, es sei unwahrscheinlich, dass vier Kinder plötzlich und ohne Erklärung gestorben seien. 

Neue Erkenntnisse zeigten jedoch, dass die Kinder an seltenen Gendefekten und Geburtsfehlern starben. Die Australische Akademie der Wissenschaften setzte sich für Folbigg ein, und ihre Freilassung erfolgte nach einer gründlichen Überprüfung des Falls.

Nach der offiziellen Aufhebung des Urteils von 2003 steht Folbigg nun ein bedeutender Schadenersatz zu. Ihre Anwältin Rhanee Rego betonte die Bedeutung des Freispruchs und die Möglichkeit einer Entschädigung für die zu Unrecht verbrachte Zeit im Gefängnis.