Militärführer scannen den Globus ständig nach aufkommenden Gefahren ab.
Während sich aktuelle Schlagzeilen stark auf explosive Konflikte im Nahen Osten und Osteuropa konzentrieren, blicken hochrangige Kommandeure anderswohin.
Ein weitaus größerer geopolitischer Sturm zieht leise am Horizont auf.
Eine neue Bedrohung
Ein hochrangiger amerikanischer Militärführer hat kürzlich eine erschütternde öffentliche Warnung vor der beängstigenden Zukunft des globalen Kampfes ausgesprochen. Generalleutnant Stephen Sklenka präsentierte seine unverblümte Einschätzung während der jüngsten Modern Day Marine Expo in Washington.
Der Offizier warnte explizit, dass Peking heute eine beispiellose Gefahr für die nationale Sicherheit darstelle. „Es gibt keine größere Bedrohung für uns als China“, erklärte Sklenka laut Wirtualna Polska.
Sklenka ist stellvertretender Kommandeur für Installationen und Logistik im United States Marine Corps. Zuvor hatte er während seiner Tätigkeit beim United States Indo-Pacific Command tiefe Einblicke in das Denken ausländischer Führungskräfte gewonnen.
Seiner Einschätzung zufolge möchte der chinesische Staatschef Xi Jinping die aktuelle globale Ordnung unbedingt ändern. Die ausländische Regierung ziele darauf ab, „die Vereinigten Staaten aus ihrer globalen Führungsposition zu verdrängen“, wie der General erläuterte.
Der industrielle Vorteil
Der General verglich diese drohende Gefahr mit dem derzeit ins Stocken geratenen Konflikt im Nahen Osten. Er merkte an, dass selbst eine Mittelmacht erheblichen Schaden anrichten kann.
„Wir befinden uns seit etwa zwei Monaten mitten in einem Krieg. Die Iraner haben Hunderte von Drohnen und ballistischen Raketen auf unsere Stützpunkte und unsere Verbündeten in der gesamten Region abgefeuert“, bemerkte Sklenka.
Eine potenzielle Auseinandersetzung mit Peking wäre aufgrund des schieren Produktionsvolumens erheblich verheerender. Sklenka wies darauf hin, dass chinesische Fabriken die amerikanischen Industriesektoren seit über einem Jahrzehnt durchweg übertreffen.
„Chinas Schiffbaukapazität ist Berichten zufolge 230-mal größer als die der Vereinigten Staaten“, fuhr der General während seiner Präsentation fort.
Veränderung des Schlachtfeldes
Das ausländische Militär baut auch seine verborgene Marineflotte und Raketenbestände schnell aus. „Peking hat zudem seine Produktion von nuklear angetriebenen U-Booten mehr als verdoppelt“, warnte Sklenka.
Der nächste große globale Konflikt wird sich völlig von der traditionellen Kriegsführung unterscheiden. Der Militärexperte geht davon aus, dass erste Angriffe wahrscheinlich massive Cyberangriffe umfassen werden, die die nationalen Stromnetze lahmlegen.
Gegner könnten auch gezielte Desinformationskampagnen gegen Militärfamilien starten oder Drohnenschwärme direkt auf heimische Installationen schicken. Aufgrund dieser neuen Taktiken besteht Sklenka darauf, dass alle nationalen und ausländischen Stützpunkte nun als aktive Gefechtsformationen operieren müssen.
Quellen: Modern Day Marine Expo