Afrikanische Bischöfe gegen Segnung Homosexueller: Vatikan-Vorschlag abgelehnt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

19 Wochen vor

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12/01/2024
Foto: Shutterstock
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Kirche gegen Vatikans Segnungsvorschlag.

Ende 2023 schlug der Vatikan die Segnung homosexueller Paare durch Priester vor, was bei den Bischöfen von Afrika eine "Schockwelle" auslöste und auf Ablehnung stieß. 

Kardinal Fridolin Ambongo, Präsident des gesamt-afrikanischen Bischofsrats SECAM, fasste das Ergebnis einer Befragung aller Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar zusammen. 

Der Vorschlag aus Rom habe in der Kirche Afrikas Missverständnisse und Unruhe ausgelöst. 

Die afrikanischen Bischöfe lehnen die Segnung homosexueller Paare ab, da dies in ihrem Kontext Verwirrung stiften und im direkten Gegensatz zu den kulturellen Normen afrikanischer Gesellschaften stehen würde. 

Die Sprache der vatikanischen Erklärung "Fiducia supplicans" sei zu subtil für gewöhnliche Menschen und es sei nicht überzeugend, dass Paare, die dauerhaft zusammenleben, daraus keinen Anspruch auf Legitimität für ihren Status ableiten würden. 

Die Bischöfe betonten, dass katholische Seelsorger Menschen in irregulären Situationen mit Wohlwollen und Unterstützung begegnen und homosexuell orientierten Menschen mit Respekt begegnen sollen.

Es bleibt jedem Bischof freigestellt, ob er in seiner Diözese solche Segnungen erlauben möchte, aber die afrikanischen Bischofskonferenzen insgesamt ziehen es vor, keine Segnungen von Paaren des gleichen Geschlechts anzubieten, berichtet Tagesschau.