Biden stoppt LNG-Terminals: Deutsche Medien in Panik

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Gints Ivuskans / Shutterstock.com
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Medien übertreiben Auswirkungen auf Gasmarkt.

Die Entscheidung des US-Präsidenten Joe Biden, den Bau neuer LNG-Exportterminals zu stoppen, hat in deutschen Medien für erhebliche Aufregung gesorgt. 

Verschiedene Publikationen, darunter das Magazin Cicero und die Zeitung Die Welt, reagierten mit alarmierenden Schlagzeilen, die eine Bedrohung für die Energieversorgung Deutschlands suggerierten. 

Der Berliner Gasexperte Gabor Beyer kritisiert diese Berichterstattung als unseriös und übertrieben.

Beyer erklärt, dass die Entscheidung Bidens keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gasversorgung Deutschlands hat. 

Die bereits genehmigten LNG-Terminals und die LNG-Projekte in den USA sind nicht betroffen, und die Gasproduktion sowie Fracking bleiben weiterhin im großen Stil erlaubt. 

Er betont, dass die Tendenz für sinkende Gaspreise spricht, da das Angebot an LNG weltweit zunehmen wird. Die USA verfügen bereits über die größten LNG-Exportkapazitäten weltweit, die nicht voll ausgelastet werden. 

Bidens Entscheidung betrifft lediglich die Gasgewinnung in neuen Meeresproduktionsstätten, verbietet sie aber nicht grundsätzlich.

Beyer weist darauf hin, dass die Gaspreise am europäischen Markt nicht signifikant auf die Nachricht reagiert haben. 

Er sieht in der Entscheidung Bidens eher eine Auswirkung auf die Kapazitäten in den bestehenden LNG-Terminals, die für die Exporteure jetzt teurer werden könnten, aber für Verbraucherpreise nahezu irrelevant sind, berichtet die Berliner Zeitung.