Brexit-Realität: Weniger Wachstum, mehr Probleme

Geschrieben von Olivia Rosenberg

16 Wochen vor

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31/01/2024
Foto: Wikimedia Commons
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Briten hadern mit den Entscheidungen ihrer Regierung.

Vier Jahre nach dem Brexit hadern viele Briten mit den Folgen des Austritts aus der Europäischen Union. Die versprochenen Handelsabkommen sind immer noch nicht geschlossen, und es gibt viele neue Kontrollen. 

Die Befürworter des Brexits, darunter der damalige Premierminister Boris Johnson, hatten die garantierte Souveränität Großbritanniens außerhalb der EU gepriesen. 

Die Idee war, die Handelsverträge der EU durch bilaterale Abkommen mit besseren Konditionen zu ersetzen. Doch zum vierten Jahrestag des Brexits scheiterten die Freihandelsgespräche zwischen Großbritannien und Kanada. 

Vier Jahre nach dem Brexit hat das Vereinigte Königreich nur wenige bilaterale Handelsabkommen geschlossen, darunter mit Australien und Neuseeland, und ist dem Pazifikpakt CPTTP beigetreten.

Die wirtschaftlichen Einbußen durch den Brexit sind schwer zu beziffern, liegen aber laut Modellen im Bereich von drei bis fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 

Investitionen sind aufgrund der Brexit-Unsicherheit zurückgegangen, und das Bruttoinlandsprodukt ist gesunken. 

Hinzu kommen steigende Nahrungsmittelpreise und ein Einwanderungsrekord im Jahr 2022, der das Brexit-Versprechen, die Einwanderung zu reduzieren, nicht erfüllt hat. 

Umfragen zeigen, dass 63 Prozent der Briten der Meinung sind, der Brexit sei eher kein Erfolg gewesen, und nur 12 Prozent sehen einen Erfolg. Einig sind sich 70 Prozent darin, dass die Regierung die Umsetzung vermasselt habe, berichtet Tagesschau.