Budanov unbesorgt über möglichen Einfluss einer Trump-Präsidentschaft auf die Ukraine

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Wiki Commons
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Budanov unbesorgt über möglichen Einfluss einer Trump-Präsidentschaft auf die Ukraine.

Kyrylo Budanov, der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR), äußerte sich gleichgültig über die mögliche Wiederwahl des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump bei der Wahl 2024, wie in einem am 31. Januar veröffentlichten CNN-Interview berichtet wurde.

Trump, der die USA von 2017 bis 2021 führte, hat angedeutet, dass er die Unterstützung für die Ukraine reduzieren könnte, falls er wiedergewählt wird. Er schlug vor, innerhalb von 24 Stunden einen sofortigen Waffenstillstand mit Russland auszuhandeln, obwohl die Einzelheiten eines solchen Deals unklar bleiben.

Derzeit führt Trump in der Vorwahl um die republikanische Nominierung und könnte im November eventuell gegen den amtierenden Präsidenten Joe Biden antreten.

Die Pattsituation im Kongress über die Hilfe für die Ukraine wird größtenteils dem Zögern republikanischer Gesetzgeber zugeschrieben, die zusätzliche Hilfen oft aufgrund von unabhängigen innenpolitischen Themen blockiert haben. Während die anfängliche US-Unterstützung für die Ukraine nahezu einstimmig war, ist sie zunehmend polarisiert geworden.

Trotzdem ist Budanov nicht allzu besorgt über eine republikanische Regierung unter Trump und bemerkt: „Trump ist eine erfahrene Person. Er ist viele Male gefallen und wieder aufgestanden. Das ist eine sehr ernsthafte Eigenschaft.“

Diese Aussage kommt inmitten von Behauptungen einiger Demokraten, wie dem Minderheitsführer im Repräsentantenhaus Hakeem Jeffries, dass bestimmte Segmente der Republikanischen Partei den russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstützen und sie als "pro-Putin-Kaukus" bezeichnen. Budanov widerlegte jedoch solche Behauptungen und bezeichnete die Vorstellung, dass Trump und die Republikanische Partei Russland bevorzugen, als „vollkommenen Unsinn“.

Die andauernde Debatte im Kongress über zukünftige US-Hilfen für die Ukraine hat noch zu keiner endgültigen Entscheidung geführt, aber Budanov bleibt hoffnungsvoll für ein positives Ergebnis.

Seine Kommentare unterstreichen den zunehmenden Einfluss des Rückgangs der US-Hilfen auf die militärischen Anstrengungen der Ukraine. Pentagon-Sprecher Patrick Ryder hob am 23. Januar die Unfähigkeit der USA hervor, die dringendsten Bedürfnisse der Ukraine auf dem Schlachtfeld aufgrund von Finanzierungsbeschränkungen zu erfüllen.