Das System ausgetrickst: Ukrainische Familie erhält 40.000 Euro – Behörden ahnungslos

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Ukrainische Familie kassiert 40.000 Euro Bürgergeld.

Eine vierköpfige Familie aus der Westukraine hat für Aufsehen gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass sie etwa ein Jahr lang Sozialleistungen in Höhe von rund 40.000 Euro aus Deutschland bezogen hat, obwohl sie größtenteils in ihrer Heimat lebte. 

Die Familie war ursprünglich nach Deutschland geflohen, kehrte jedoch nach einigen Monaten wieder zurück in die Ukraine. Dass die Familie nicht mehr in Deutschland ansässig war, blieb den deutschen Behörden monatelang unbemerkt.

Laut einem Bericht von FOCUS online erhielt die Familie staatliche Leistungen, darunter Bürgergeld, Miet- und Heizkostenzuschuss, obwohl sie sich in der Ukraine aufhielt. 

Die Situation kam ans Licht, als die Familie versuchte, ihren ältesten Sohn in Schleswig-Holstein einzuschulen, und dabei entdeckt wurde, dass sie während ihrer fast einjährigen Abwesenheit weiterhin Unterstützungsleistungen aus Deutschland erhalten hatte.

Die Gastmutter, die die Familie bei Behördengängen unterstützt hatte, fühlte sich ausgenutzt und stellte ihre Hilfe ein. 

Sie berichtete, dass der Fall keine Ausnahme sei, sondern unter ukrainischen Flüchtlingen als Tipp kursiere, wie man an Geld kommt. Das zuständige Jobcenter versucht nun, den Sachverhalt aufzuklären. 

Die Bundesagentur für Arbeit bestätigte, dass es möglich ist, das System so auszunutzen, betonte jedoch, dass die Jobcenter nach eigenem Ermessen über die Überprüfung der Anwesenheit entscheiden.