Das Weiße Haus möchte, dass der Mond seine eigene Zeitzone bekommt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Warum der Mond seine eigene Uhr braucht.

Das Weiße Haus hat die US-Weltraumbehörde NASA beauftragt, eine neue Zeitzone für den Mond zu entwickeln: die Koordinierte Mondzeit (LTC).

Diese Initiative, berichtet von BBC News, zielt darauf ab, die Koordination nationaler und privater Bemühungen zur Erreichung des Mondes zu verbessern. 

Aufgrund der unterschiedlichen Gravitationsfeldstärke auf dem Mond vergeht die Zeit dort schneller als auf der Erde – um 58,7 Mikrosekunden pro Tag. 

Dies mag unbedeutend erscheinen, kann jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Synchronisation von Raumfahrzeugen haben.

Die Einführung einer eigenen Zeitzone für den Mond ist nicht nur ein faszinierender Gedanke, sondern auch eine praktische Notwendigkeit für die zukünftige Erforschung und Besiedlung. 

Die Koordinierte Mondzeit soll bis 2026 fertiggestellt sein, rechtzeitig für die geplante bemannte Mission Artemis-3, die erste Mission seit Apollo 17 im Jahr 1972, die auf der Mondoberfläche landen wird. 

Die Mission zielt darauf ab, am Südpol des Mondes zu landen, wo man große Vorräte an Wassereis in Kratern vermutet, die nie Sonnenlicht sehen. 

Die Präzision der Zeitmessung bis auf die Nanosekunde ist für die Lokalisierung und Steuerung dieser Mission von entscheidender Bedeutung.

Diese Entwicklungen könnten nicht nur unsere Art, den Weltraum zu erforschen, verändern, sondern auch unser Verständnis von Zeit und Raum erweitern. 

Die Koordinierte Mondzeit ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer dauerhaften menschlichen Präsenz auf dem Mond und möglicherweise darüber hinaus.