Drohne bestätigt die Präsenz einer wachsenden Bedrohung für Australien

Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

|

04/06/2024
Welt
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Invasive Arten plagen Australien.

Drohnen wurden über einen Fluss am Stadtrand von Canberra geflogen, um die Präsenz einer invasiven Tierart, des Damhirschs, zu bestätigen. 

Diese Tiere sind eine der am weitesten verbreiteten Hirscharten in Australien, da sie jahrelang in den Bundesstaaten Victoria, New South Wales und Tasmanien als Jagdressource geschützt wurden. 

Die Bestätigung ihrer Anwesenheit war nur der Beginn eines Projekts, das vom australischen Ministerium für Landwirtschaft (DAFF) getestet wird. 

Jessica May, die Direktorin für Innovation bei DAFF, erklärte gegenüber Yahoo News, dass das Ziel des Versuchs darin besteht, die technische Machbarkeit der Drohnennutzung zur Wasserprobenentnahme zu beweisen.

Die Drohnen lassen Hydrasleeves in den Fluss fallen, um Wasserproben zu entnehmen, die anschließend im Labor auf Umwelt-DNA untersucht werden.

Diese Methode, die ähnlich wie die Überwachung von Drogen oder COVID-19 in Abwässern funktioniert, bietet den Vorteil, dass die gesamte Prozedur innerhalb von 15 Minuten abgeschlossen werden kann. 

Manuelle Probenahmen würden dagegen etwa eine Stunde dauern.

Jessica May hofft, dass dieser Versuch es Wissenschaftlern bald ermöglichen wird, schwer zugängliche Gebiete zu erreichen und dort nach weniger verbreiteten Bedrohungen zu suchen. 

Potenzielle Ziele sind invasive Insektenarten wie die roten importierten Feuerameisen oder die gelben verrückten Ameisen. 

Diese Technologie könnte auch zur Überwachung der Ausbreitung von Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche oder der afrikanischen Schweinepest in wilden Schweinepopulationen im Norden Australiens eingesetzt werden.

Ein drängendes Problem ist auch die Vogelgrippe, die weltweit Millionen von Vögeln getötet hat. Vögel scheiden DNA über ihren Kot aus, der ins Wasser gelangt und somit nachweisbar ist. 

Die neue Drohnentechnologie ermöglicht es, solche Bedrohungen zu erkennen, zu bestätigen und zu überwachen.