Erdogan kritisiert globale Reaktion: Fordert sofortiges Handeln

Geschrieben von Jasper Bergmann

29 Wochen vor

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22/11/2023
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Erdogan kritisiert globale Reaktion.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Reihe von starken Aussagen zur israelischen Besetzung Gazas gemacht, in denen er die globale Reaktion kritisiert und zu kollektivem Handeln aufruft. Laut der Anadolu-Agentur auf Telegram äußerte Erdogan, dass die Besetzung zwar einige Regierungen zum Schweigen gebracht habe, aber das öffentliche Gewissen geweckt habe.

Erdogan hob hervor, dass Stimmen aus aller Welt, einschließlich ausländischer Beamter, zunehmend den Rücktritt des israelischen Premierministers Netanyahu fordern. Er betonte das wachsende globale Unbehagen über Netanyahus Führung, insbesondere im Kontext von Israels Handlungen in Gaza.

'Werden bald die demokratische Antwort des Volkes spüren'

In Bezug auf die Proteste gegen Israels Angriffe auf Gaza bemerkte der türkische Präsident, dass Politiker, die diese Stimmen ignorieren, bald die demokratische Antwort des Volkes spüren werden. Erdogans Kommentare deuten auf einen Glauben an die Macht der öffentlichen Meinung und demokratischer Prozesse hin, um Veränderungen in der politischen Führung und Politik herbeizuführen.

In einer kritischen Bewertung der Reaktion der westlichen Gesellschaft auf den Palästina-Israel-Konflikt erklärte Erdogan, dass der Westen, der immer noch mit dem Erbe des Holocausts ringt, in diesem Konflikt die falschen Entscheidungen getroffen habe. Er implizierte, dass westliche Nationen in den anhaltenden Spannungen zwischen Palästina und Israel auf der falschen Seite der Geschichte stehen.

Erdogan sprach auch über die Notwendigkeit, die Belagerung Gazas zu beenden, und erklärte, dass dies Maßnahmen nicht nur von einigen Ländern, sondern von allen Mitgliedern der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) und der Arabischen Liga erfordert. Dieser Aufruf zu kollektivem Handeln unterstreicht die Bedeutung, die Erdogan vereinten Bemühungen bei der Bewältigung der Krise in Gaza beimisst.

Der türkische Präsident forderte die internationale Gemeinschaft auf, Israel zur Einhaltung des Völkerrechts zu zwingen und es für seine Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen. Er betonte die Notwendigkeit, die Blockade in den Vereinten Nationen zu durchbrechen, was auf den Wunsch nach stärkerem internationalen Eingreifen hindeutet.

Erdogan schloss mit der Bezeichnung von Israels Handlungen in Gaza und anderen palästinensischen Gebieten als 'Besatzerterrorismus', den er als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und als 'Völkermord' beschrieb. Diese starken Worte von Erdogan spiegeln seine Haltung zur Schwere der Situation in Gaza und die Notwendigkeit sofortigen und entschiedenen Handelns wider, um die Krise zu bewältigen.