EU-Spitzen stimmen zusätzlicher Finanzierung für die Ukraine zu

Geschrieben von Peter Zeifert

Photo: Wikipedia Commons
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EU-Spitzen stimmen zusätzlicher Finanzierung für die Ukraine zu.

Während eines kürzlichen EU-Gipfels in Brüssel gab Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, bekannt, dass ein breiter Konsens unter den EU-Mitgliedsstaaten besteht, der Ukraine in den nächsten vier Jahren zusätzliche 50 Milliarden Euro bereitzustellen.

Die formelle Zustimmung wird für einen bevorstehenden EU-Gipfel erwartet. Die Diskussion hat jedoch bereits den Rahmen für politische Schwerpunkte in einem überarbeiteten Haushaltsplan abgesteckt.

Notwendigkeit eines überarbeiteten Haushalts

Laut dänischen Medienberichten zieht die EU einen überarbeiteten Haushaltsplan in Betracht, der verschiedene Krisen und Kriege berücksichtigt, die die Union beeinträchtigt haben. Dazu gehören die COVID-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die Migrationskrise.

Die Kommission schlägt vor, den EU-Haushalt um mehr als 500 Milliarden Kronen zu erweitern, wobei rund 370 Milliarden Kronen für die Ukraine vorgesehen sind.

Von der Leyen betonte, dass die Ukraine das dringlichste Thema sei. Die Staats- und Regierungschefs diskutieren jedoch auch Mittel für Grenzkontrollen und Migration, den Umgang mit Naturkatastrophen und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Es bleibt ungewiss, ob all diese Themen im endgültigen Haushaltsplan Priorität erhalten werden.

Während Einigkeit darüber besteht, dass zusätzliche Mittel erforderlich sind, ist die Finanzierungsquelle noch Gegenstand von Diskussionen. Mehrere Länder schlagen vor, Mittel aus dem bestehenden Haushalt umzuverteilen, insbesondere aus den Bereichen Landwirtschaft und regionale Unterstützung, die zwei Drittel des EU-Haushalts ausmachen.

Es wird erwartet, dass die spanische EU-Präsidentschaft einen detaillierteren Vorschlag zur Diskussion vorlegen wird, mit dem Ziel, im Dezember eine formelle Vereinbarung zu treffen.

Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, erklärte, dass der Gipfel einen konstruktiven Meinungsaustausch geführt habe und zwei Schlüsselaspekte identifiziert habe: die Schwerpunkte des überarbeiteten Haushalts und die Finanzierungsmethoden.