Hamas' unerwartete Geste an Russland: Überrascht mit Freilassung russischer Geiseln

29/11/2023 14:36

Olivia Rosenberg

Welt
Foto: Shutterstock
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Freilassung russischer Geiseln als Zugeständnis an Putin.

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In einem unerwarteten Zug der Diplomatie hat die islamistische Organisation Hamas beschlossen, zwei weibliche russische Geiseln freizulassen. 

Diese Geste, gerichtet an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, wurde von Mussa Abu Marsuk, einem hochrangigen Mitglied der Hamas, angekündigt. 

Die Freilassung der beiden Frauen, die zusätzlich zu zehn israelischen Geiseln erfolgen soll, wird als außergewöhnlicher Schritt außerhalb des bestehenden Austauschabkommens mit Israel betrachtet.

Laut der Süddeutschen Zeitung soll dieser Schritt als direkte Geste an Putin und als unabhängige Aktion außerhalb bestehender Vereinbarungen verstanden werden. 

Erst vor wenigen Tagen hatte die Hamas einen israelisch-russischen Doppelstaatsbürger ohne Gegenleistung freigelassen. Insgesamt hat die Organisation bislang 81 Israelis und Ausländer im Austausch für 180 palästinensische Häftlinge freigegeben. 

Darunter befanden sich auch elf Personen mit deutsch-israelischer Doppelstaatsbürgerschaft.

In einer parallelen Entwicklung kündigte das Auswärtige Amt in Deutschland an, die humanitäre Hilfe im Gazastreifen aufzustocken. Zusätzliche 18 Millionen Euro sollen für lebensnotwendige Güter wie Wasser, Nahrung, Medikamente und Kleidung bereitgestellt werden, wodurch die Gesamthilfe auf 179 Millionen Euro ansteigt. 

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer verlängerten Waffenruhe, die vom deutschen Außenministerium begrüßt wurde. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der USA, setzt sich ebenfalls für eine Verlängerung der Waffenruhe ein. 

US-Außenminister Blinken betonte nach einem Nato-Treffen die Notwendigkeit, die Feuerpause zu nutzen, um mehr Geiseln zu befreien und die humanitäre Hilfe zu intensivieren. Auch der Iran, bekannt für seine Unterstützung der Hamas, hat sich für eine dauerhafte Aufrechterhaltung der aktuellen Waffenruhe ausgesprochen.