Humanitäre Krise: WHO seit Wochen nicht in Nord-Gaza

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Fehlende Hilfe in Gaza führt zu mehr Toten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit zwölf Tagen keinen Zugang mehr zum Norden des Gazastreifens, was die humanitäre Lage in der Region verschärft. 

Eine geplante Mission zum Krankenhaus Al-Awda musste zum vierten Mal abgesagt werden, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte. 

Schwere Bombardierungen und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten haben es nahezu unmöglich gemacht, medizinische Hilfsgüter in den isolierten Küstenstreifen zu liefern. 

Die Krankenhäuser sind ernsthaft unterbesetzt, da medizinisches Personal nach Evakuierungsaufrufen geflohen ist. 

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus fordert einen sicheren und ungehinderten Zugang zum Norden des Gazastreifens und warnt vor weiteren Verzögerungen, die zu mehr Toten und Leid führen würden.

Zudem wurden im Gazastreifen zwei palästinensische Journalisten bei einem israelischen Angriff getötet. Der Fernsehsender Al Jazeera berichtete, dass die Journalisten bei einem gezielten Angriff auf ihr Auto ums Leben kamen. 

Die israelische Armee erklärte, der Angriff habe einem Terroristen gegolten, der sich im selben Fahrzeug befand. Al Jazeera verurteilte den Angriff und warf Israel vor, die Grundsätze der Pressefreiheit zu verletzen. 

US-Außenminister Antony Blinken bezeichnete den Tod der Journalisten als "unvorstellbare Tragödie", berichtet DER SPIEGEL.