Die Gruppe veröffentlichte einen neuen arabischsprachigen Artikel.
Wenn eine Nation inne hält, um sich an einen ihrer dunkelsten Tage zu erinnern, versuchen alte Feinde oft, das Rampenlicht zu stehlen.
Jahrestage von Meilensteinen bringen gewöhnlich stille Besinnung und feierliche Ehrungen mit sich. Manchmal ziehen sie aber auch laute Drohungen von Gruppen an, die verzweifelt versuchen, relevant zu bleiben.
Eine beunruhigende Botschaft
Während die Vereinigten Staaten 25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September begehen, sucht eine berüchtigte Terrorgruppe Aufmerksamkeit. Islamischer Staat-Milizen haben kürzlich eine neue Drohung direkt gegen Washington veröffentlicht.
Die Gruppe veröffentlichte einen neuen arabischsprachigen Artikel. Er erschien in ihrem Propagandamagazin „al-Naba“. Die Publikation warnt die amerikanische Öffentlichkeit, dass ihr Konflikt „noch lange nicht vorbei“ sei.
Laut dem Daily Express trägt der militante Text eine kühne Überschrift, die besagt: „Und Amerika verlor.“ Die Autoren vertreten einen einfachen Standpunkt. Sie glauben, dass das letzte Vierteljahrhundert die amerikanische Militärstärke vollständig erschöpft habe.
Die Terrorgruppe behauptet, dass Kriege im Nahen Osten große Schwächen offenbart hätten. Washington verlasse sich heute stark auf Drohnen. Militante sagen, dies beweise, dass die amerikanische Macht schwinde.
Eine zerrüttete Geschichte
Die Realität sieht heute ganz anders aus. Der Daily Express merkt an, dass die Publikation keinen echten Beweis für eine umfassende amerikanische Niederlage liefere.
Internationale Militäroperationen haben sowohl den Islamischen Staat als auch al-Qaida im letzten Jahrzehnt zerschlagen. Westliche Kräfte entrissen ihnen ihr Land. Sie schalteten auch ihre Top-Führer aus.
Der Islamische Staat existierte nicht einmal, als das World Trade Center fiel. Osama bin Laden plante die Anschläge von 2001. Sein al-Qaida-Netzwerk tötete fast 3.000 Menschen.
Die aktuelle militante Gruppe entstand erst Jahre später. Nach der Invasion des Irak im Jahr 2003 baute ein jordanischer Militanter namens Abu Musab al-Zarqawi ein lokales Terrornetzwerk auf.
Spaltung der Reihen
Dieses lokale Netzwerk schwor ursprünglich al-Qaida die Treue. Doch nachdem Zarqawi 2006 starb, spalteten sich die verbliebenen Kämpfer schließlich ab, um ihre eigene brutale Organisation zu gründen.
Die beiden Gruppen gerieten heftig über ihre Methoden, ihre Führung und den Aufbau eines islamischen Staates aneinander. Heute agieren sie als erbitterte Rivalen.
Nun, da Amerika inne hält, um die Opfer von 2001 zu ehren, kämpfen diese verstreuten extremistischen Netzwerke weiterhin aus dem Schatten heraus um Relevanz.
Quellen: Daily Express