Ist Spitzbergen Putins nächster Zug? 'Die NATO sollte vorbereitet sein'

Peter Zeifert

5 Tage vor

|

28/03/2025
Welt
Photo: Sasa Dzambic Photography / Shutterstock.com
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Ist Spitzbergen Putins nächster Zug?

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Eine schwedische Sicherheitsexpertin warnt: Russland könnte es auf die norwegische Inselgruppe Spitzbergen abgesehen haben – und die NATO darf diese Bedrohung nicht unterschätzen.

Kalt und abgelegen – aber strategisch wichtig

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Spitzbergen mag abgeschieden und eisig wirken, doch die Inselgruppe liegt strategisch im Herzen der Arktis. Laut Expertin Elisabeth Braw könnte Russland das Gebiet als Testfeld für Provokationen gegen den Westen nutzen.

Russland beobachtet Spitzbergen genau

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In Politico schreibt Elisabeth Braw, dass der Kreml und Wladimir Putin Spitzbergen seit Langem im Blick haben – und möglicherweise konkrete Schritte vorbereiten.

Moskau wirft Norwegen NATO-Kooperation vor

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Im März warf Russland Norwegen vor, gemeinsam mit den USA und der NATO militärische und politische Planungen auf Spitzbergen zu betreiben – ein angeblicher Verstoß gegen den Spitzbergen-Vertrag.

Was besagt der Spitzbergen-Vertrag?

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Der Vertrag von 1920 sichert Norwegen die Souveränität über Spitzbergen, erlaubt jedoch Bürgern und Unternehmen anderer Staaten, dort zu leben und zu arbeiten.

Sowjetische Präsenz: Von Pyramiden zur Geisterstadt

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Zwischen 1927 und 1998 betrieb die Sowjetunion – später Russland – die Bergbaustadt Pyramiden auf Spitzbergen. Heute ist sie verlassen, aber symbolisch weiterhin bedeutsam.

Sowjet-Flaggen im Jahr 2024 gehisst

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2024 platzierte der Direktor des russischen Staatsunternehmens Arktikugol zwei sowjetische Flaggen in Pyramiden – eine klare symbolische Geste.

Russland testet immer wieder Grenzen

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2015 reiste ein sanktionierter russischer Politiker ohne norwegische Genehmigung nach Spitzbergen. 2023 organisierte Russland eine Militärparade in Barentsburg, einer traditionell russisch geprägten Stadt.

Die NATO muss vorbereitet sein

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Elisabeth Braw ruft die NATO und ihre Verbündeten dazu auf, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie sie reagieren würden, wenn Russland in einem der entlegensten NATO-Gebiete aktiv wird.

Auch Bürger können ein Zeichen setzen

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Laut Braw können selbst normale Bürger ein Signal senden – etwa durch Reisen nach Spitzbergen, um zu zeigen, dass man hinschaut und die Region nicht vergessen ist.

Russland will ein gefürchteter Nachbar sein

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Der norwegische Militärprofessor Tormod Heier erklärt, Russland wolle Norwegen bewusst einschüchtern und zeigen, dass es trotz internationalem Druck eine ernstzunehmende Macht im Norden bleibt.

Könnte auch Trump Interesse an Spitzbergen haben?

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Der Politikwissenschaftler Tore Wig warnt: Donald Trump, der bereits Interesse an Grönland zeigte, könnte auch ein Auge auf Spitzbergen werfen.