Umfrage zeigt: Millionen Amerikaner erwarten eine Apokalypse.
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Der Glaube an eine bevorstehende Apokalypse ist längst nicht mehr nur auf Randgruppen beschränkt. Eine neue Umfrage legt nahe, dass diese Vorstellung inzwischen überraschend verbreitet unter Amerikanern ist.
Forscher sagen, dass Millionen Menschen glauben, das Ende der Welt könnte noch zu ihren Lebzeiten eintreten, auch wenn die Meinungen stark darüber auseinandergehen, wie es passieren könnte.
Etwa ein Drittel der Amerikaner glaubt, dass die Welt innerhalb ihrer Lebenszeit untergehen wird, laut einer Studie mit 3.400 Teilnehmern.
Die Forschung untersuchte, wie Menschen in den USA über die Zukunft und globale Bedrohungen denken.
Wissenschaftler analysierten auch, wie diese Überzeugungen die Einstellungen zu Themen wie Klimawandel und globale Sicherheit beeinflussen.
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Weit verbreiteter Glaube
Studienautor Matthew Billet von der University of California, Irvine sagte, dass apokalyptisches Denken häufiger sei, als viele erwarten.
„Der Glaube an das Ende der Welt ist in Nordamerika überraschend weit verbreitet und beeinflusst stark, wie Menschen die dringendsten Bedrohungen für die Menschheit interpretieren und darauf reagieren“, sagte Billet.
Die Studie zeigte, dass Menschen den Weltuntergang auf viele unterschiedliche Arten vorstellen.
Unterschiedliche Ursachen
Die Befragten nannten eine Vielzahl möglicher Ursachen für das Ende der Menschheit.
Dazu gehörten Klimawandel, Atomkrieg, neue Technologien und neue Krankheiten.
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Die Forscher stellten fest, dass es kaum Einigkeit darüber gibt, welche Bedrohung am wahrscheinlichsten eine globale Katastrophe auslösen könnte.
Fünf zentrale Überzeugungen
Um die Antworten besser zu verstehen, ordneten die Forscher die Ansichten der Teilnehmer fünf Hauptfaktoren zu.
Diese betrafen wie bald das Ende eintreten könnte, ob Menschen dafür verantwortlich sind, ob übernatürliche Kräfte beteiligt sind, ob Einzelpersonen den Ausgang beeinflussen können und ob das Ende der Welt als positiv angesehen wird.
Die Teilnehmer wurden außerdem zu möglichen Risiken in wirtschaftlichen, ökologischen, geopolitischen, gesellschaftlichen und technologischen Bereichen befragt.
Die Studie zeigte, dass diese Überzeugungen beeinflussen können, wie Menschen auf globale Herausforderungen reagieren.
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„Unterschiedliche Vorstellungen über das Ende der Welt können zu sehr unterschiedlichen Reaktionen auf gesellschaftliche Probleme führen“, sagte Billet.
Zum Beispiel unterstützen Menschen, die glauben, dass der Klimawandel eine Apokalypse auslösen könnte, eher umweltpolitische Maßnahmen.
Kulturelle Unterschiede
Andere, die das Ende der Welt als Teil religiöser Prophezeiungen sehen, glauben möglicherweise, dass menschliches Handeln den Ausgang nicht verändern kann.
Laut Billet könnte das Verständnis dieser Perspektiven Politikern helfen, globale Risiken besser anzugehen.
„Wenn wir einen Konsens über den Umgang mit Klimawandel, KI-Sicherheit oder Pandemievorsorge erreichen wollen, müssen wir verstehen, wie verschiedene Gemeinschaften diese Bedrohungen durch ihre eigenen kulturellen Perspektiven interpretieren“, sagte er.
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Quellen: Forschung der University of California, Irvine; Unilad