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Kim Jong Uns Lederlook löst Modetrend in Nordkorea aus

Kim Jong Uns Lederlook löst Modetrend in Nordkorea aus
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Kim Jong Un hat seit Langem die Politik des Landes geprägt – doch inzwischen scheint er etwas weit weniger Erwartetes zu beeinflussen: Modetrends.

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Seine häufigen öffentlichen Auftritte in glänzenden Trenchcoats und schweren Lederstiefeln haben einen unverwechselbaren Stil in eine nationale Obsession verwandelt. Junge Nordkoreaner suchen nun auf Märkten im ganzen Land nach ähnlicher Kleidung.

Einzelhändler, die während der kurzen Herbstsaison oft mit schwachem Umsatz kämpfen, sagen, dass die Garderobe des Staatschefs ihnen ungewollt einen der stärksten Winterschübe seit Jahren beschert hat.

Trend setzt sich durch

Laut Berichten von NK Daily gehören Lederjacken und kurze Kunstpelzmäntel in diesem Winter zu den begehrtesten Artikeln.

Händler sagen, dass die Mäntel warm, leicht und in verschiedenen Farben wie Weiß, Schwarz, Kastanienbraun und Scharlachrot erhältlich sind.

Die Preise liegen typischerweise zwischen umgerechnet 5 und 13 Pfund, was sie für viele Käufer erschwinglich macht.

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Eine Marktquelle sagte NK Daily, dass Kunden die Vielfalt und den Preis schätzen.

„Jacken mit kurzem (Kunst-)Pelz und Lederjacken sind in diesem Winter echte Verkaufsschlager auf den Märkten“, sagte die Quelle und erklärte, dass die Stücke im Inland aus importierten Stoffen hergestellt werden, die inzwischen als „ziemlich gute Qualität“ gelten.

Look des Führers

Die Nachfrage stieg, nachdem Kim Jong Un, seine Tochter Kim Ju Ae und weitere hochrangige Funktionäre wiederholt im Staatsfernsehen in langen Ledermänteln zu sehen waren.

Der Staatschef trat bei Militärereignissen und Zeremonien in einem dunklen Trenchcoat auf – ein Stil, den junge Menschen trotz seiner politischen Bedeutung als modern und markant empfinden.

NK Daily berichtet, dass die Beliebtheit dieser Jacken in diesem Jahr weiter zunahm, nachdem Märkte Versionen mit Baumwollfutter für zusätzliche Wärme anboten.

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Die meisten werden von lokalen Schneiderinnen und Schneidern hergestellt, die Material aus China verwenden.

Auftrieb für Händler

Für Kleidungshändler auf den informellen Märkten des Landes ist die plötzliche Nachfrage nach Winterkleidung eine willkommene Erleichterung.

Der Herbst ist oft eine Flautezeit, da Bewohner ungern Geld für Kleidung ausgeben, die sie nur kurz tragen.

In diesem Jahr jedoch haben sinkende Temperaturen und der Kim-inspirierte Trend das Muster verändert.

„Aber jetzt, da die Temperaturen fallen, gehen Winterkleidung und Schuhe weg wie warme Semmeln“, sagte die NK Daily-Quelle.

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Händler, die die beliebtesten Kunstpelzmäntel, Lederjacken und kampfstilähnlichen Stiefel anbieten, seien demnach „hoch erfreut über ihr finanzielles Glück“.

Stiefel besonders gefragt

Lederarbeitsstiefel und hohe Kampfstiefel verkaufen sich ebenfalls schnell, besonders in nördlichen Regionen wie der Provinz Ryanggang, wo die Winter extrem streng sind.

NK Daily weist darauf hin, dass die Stiefel praktisch im Schnee sind und oft günstiger als die eleganteren Schuhe, die früher im Jahr eingeführt wurden.

Markthändler gehen zwar Risiken ein, wenn sie importierte Ware unbekannter Herkunft verkaufen, doch im Inland gefertigte Kleidung gilt als sicherer und verlässlicher – was den Ledermarkt für sie besonders wertvoll macht.

„Militärstiefel der Koreanischen Volksarmee waren unter jungen Menschen schon immer beliebt“, erklärte die Quelle.

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„Aber diese hohen Lederkampfstiefel, die zwar vom Militär inspiriert sind, wirken luxuriöser. Sie sind besonders bei Männern beliebt, die sich über den scharfen Look freuen.“

Quellen: Daily Star, NK Daily.