Kreml äußert Besorgnis um 'armen' Tucker Carlson nach Putin-Interview

Peter Zeifert

18 Wochen vor

|

11/02/2024
Welt
Foto: Kremlin
Foto: Kremlin
Kreml äußert Besorgnis um 'armen' Tucker Carlson nach Putin-Interview.

Der Kreml hat seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass der amerikanische Journalist Tucker Carlson, der ein Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt hat, Verfolgungen durch den kollektiven Westen ausgesetzt sein könnte. Kremlsprecher Dmitri Peskow teilte diese Bedenken während einer Folge des Programms "Moskau. Kreml. Putin" mit, deren Ausschnitte vom Moderator der Sendung, Pawel Sarubin, auf Telegram veröffentlicht wurden.

"Der kollektive Westen wird immer unberechenbarer; er schreckt wahrhaftig vor nichts zurück. Deshalb gab es natürlich bestimmte Befürchtungen vor dem Start des Interviews, dass es einige Verfolgungen gegen diesen armen Carlson geben könnte. Soweit ich verstehe, hat er es momentan nicht leicht", sagte Peskow.

Nach Ansicht des Kremlvertreters hat der Journalist wahrscheinlich "die Intensität der Leidenschaften" vorausgesehen, die dem Interview folgen würden. Dennoch glaubt Peskow, dass das Interview Carlsons Beliebtheit gesteigert hat.

Im gleichen Gespräch enthüllte Peskow Details zur Organisation des Interviews. Er erklärte, dass Carlson selbst den Kreml kontaktiert und das Treffen vorgeschlagen hatte. Nach der Überprüfung seiner jüngsten Arbeiten empfahl der Kreml Putin, dem Interview zuzustimmen.

Das Interview Putins mit Carlson wurde in der Nacht zum 9. Februar auf der Website des Journalisten und in seinem Account im sozialen Netzwerk X veröffentlicht. Am nächsten Morgen wurde es auf der Website des Kremls publiziert. In den ersten 24 Stunden erreichte Carlsons Veröffentlichung des Interviews auf X über hundert Millionen Aufrufe.