Kriegsgegner reicht Unterschriften ein: Bereit, Putin herauszufordern

Jasper Bergmann

24 Wochen vor

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31/01/2024
Welt
Photo: Wiki Commons
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Kriegsgegner reicht Unterschriften ein.

Boris Nadeschdin, ein erklärter Gegner des Krieges, hat über 100.000 Unterschriften gesammelt, die ihn potenziell dazu berechtigen, Präsident Wladimir Putin bei der bevorstehenden russischen Präsidentschaftswahl herauszufordern.

Nadeschdin gab am Mittwoch, dem Stichtag, bekannt, dass er genügend Unterschriften gesammelt hat, um offiziell ins Rennen einzusteigen.

Laut Barrons hat er 105.000 Unterschriften zur Unterstützung seiner Kandidatur bei der Wahlkommission eingereicht und damit die erforderliche Schwelle von 100.000 Unterschriften überschritten, um gegen Putin antreten zu können. Die Validierung dieser Unterschriften durch die Wahlkommission ist der nächste entscheidende Schritt zur Bestätigung seiner Kandidatur.

Nadeschdins offene Opposition gegen Russlands Krieg in der Ukraine hat angesichts des harten Durchgreifens des Putin-Regimes gegen Kritiker der Invasion für Überraschung gesorgt. Die Regierung hat schwere Gefängnisstrafen gegen diejenigen verhängt, die ihren Widerspruch in Reden oder sozialen Medien zum Ausdruck bringen.

Bei der Präsidentschaftswahl in Russland, die vom 15. bis 17. März geplant ist, wird allgemein erwartet, dass Putin an der Macht bleibt. Beobachter stellen fest, dass die staatlichen Medien unter seiner vollständigen Kontrolle stehen und die meisten prominenten politischen Gegner entweder im Gefängnis sind oder in abgelegenen Strafkolonien festgehalten werden.

Trotz dieser Herausforderungen ist es Nadeschdin gelungen, seine Kritik an dem, was das Regime als 'Sonderoperation' in der Ukraine bezeichnet, zu äußern. Seine Fähigkeit, in einem derart repressiven politischen Klima erhebliche öffentliche Unterstützung zu mobilisieren, hebt die Strömungen des Dissenses innerhalb Russlands hervor und stellt eine symbolische Herausforderung für Putins Autorität dar.