Leben im ewigen Dunkel: Der atemberaubende Alltag eines Mannes im arktischen Winter

Olivia Rosenberg

30 Wochen vor

|

23/11/2023
Welt
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
24/7 Nacht: Entdecken Sie das unglaubliche Leben im ewigen Dunkel des Polarkreises.

In der Region Vätsäri in Finnisch-Lappland, tief im Polarkreis, erlebt der 32-jährige Petri Kokkonen eine einzigartige Jahreszeit. Von Ende November bis Mitte Januar geht die Sonne hier nicht auf, und die Region versinkt in permanenter Dunkelheit. 

Trotz der Herausforderungen, die diese Zeit mit sich bringt, einschließlich Temperaturen, die tagelang bei -20°C bleiben, findet Petri Schönheit und Ruhe in dieser Jahreszeit. Er lebt in einem Blockhaus ohne Elektrizität, bezieht Wasser aus dem See und jagt sein eigenes Essen.

Die nächste Ortschaft, Nellim, ist 14 Meilen entfernt und nur mit dem Schneemobil erreichbar. Laut einem Bericht von metro.co.uk hat Petri bewusst das Stadtleben in Rovaniemi aufgegeben, um als Wildnisführer in Lappland zu arbeiten.

Er lebt mit seinen Hunden Elli und Elsa und genießt die frostigen Morgen, die Stille der Wildnis, Jagdausflüge mit seinen Hunden und die Nordlichter. 

Die extremen Temperaturen ermöglichen es ihm sogar, das Gefrieren des Inari-Sees zu hören. Petri nutzt Solarpanels als Energiequelle, die er von Februar bis Oktober auflädt, um den Winter zu überstehen.

Er muss sparsam mit seiner Energie umgehen und verwendet sein Telefon hauptsächlich für grundlegende Dinge wie das Wetter und die Kommunikation mit Freunden und Familie.

Während der Polarnacht verändert sich Petris Routine, insbesondere sein Schlafmuster. Er erlebt das Phänomen der "Polarnacht-Müdigkeit", das viele Bewohner des Polarkreises erfahren. Um der Müdigkeit entgegenzuwirken, verbringt er seine Tage draußen in der Natur und abends in seiner Sauna. 

Die Mitternachtssonne, die von Mitte Mai bis Ende Juli nie untergeht, gibt ihm Energie für die dunklen Tage. Petri betont auch die Bedeutung der Gemeinschaft während der Polarnacht, wo Menschen zusammenkommen, um sich auszutauschen und zu unterstützen.