Morgendämmerung um halb zehn: Die Folgen einer Abschaffung der Zeitumstellung

Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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11/03/2024
Welt
Foto: Shutterstock
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Zeitumstellung ade und die Bedeutung.

Die Diskussion um die Abschaffung der Zeitumstellung in der Europäischen Union (EU) gewinnt an Bedeutung, da eine Mehrheit der EU-Bürger für ein Ende dieser halbjährlichen Praxis ist. 

Derzeit scheitert die Abschaffung laut Frankfurter Rundschau jedoch an der fehlenden Einigung unter den Mitgliedstaaten. 

Professor Korbinian von Blanckenburg hat in einer Studie festgestellt, dass eine ganzjährige Sommerzeit in Deutschland 1,3 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs einsparen könnte.

Dennoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Tageslichtstunden.

Laut von Blanckenburg würde eine permanente Sommerzeit bedeuten, dass es in Deutschland im Winter erst gegen halb zehn morgens hell wird, was als großer Nachteil angesehen wird. 

Besonders betroffen wären Länder wie Spanien und Polen, wo sich extreme Zeitverhältnisse ergeben könnten, wie Sonnenaufgang um drei Uhr morgens in Ostpolen oder Sonnenuntergang erst um zehn Uhr abends in Spanien. 

Diese Situationen resultieren aus historischen Entscheidungen und geografischen Gegebenheiten.

Von Blanckenburg schlägt vor, die Zeitzonen neu zu ordnen, um solche Extreme zu vermeiden, und empfiehlt, dass Spanien seine Zeitzone an die von Portugal und Großbritannien anpasst. 

Diese Veränderungen würden die Auswirkungen einer ganzjährigen Sommer- oder Winterzeit mildern.