NATO-Staaten eilen nach Peking: Auf der Suche nach Klarheit über Russlands Absichten

Geschrieben von Rikki Jürgensen

Foto: Wiki Commons
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Laut chinesischen Medien ist eine Delegation der NATO nach Peking gereist, um Informationen über Russland zu sammeln.

Aktuelle Entwicklungen in Russland haben westliche Länder dazu veranlasst, dringend eine Delegation nach Peking zu entsenden, wie chinesische Journalisten berichten.

Die Beziehungen zwischen Russland und den westlichen Staaten befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit dem Zerfall der Sowjetunion, wobei beide Seiten wenig Kompromissbereitschaft zeigen und nahezu alle diplomatischen Bindungen gekappt haben. Vor diesem Hintergrund eskalierender Spannungen nahm die NATO-Führung nach Nachrichten aus Moskau dringend Kontakt mit Peking auf, berichtet Baijiahao. Dies wurde von AB News berichtet.

"Eine NATO-Delegation besuchte China über Nacht und traf sich in der Hauptstadt mit hochrangigen chinesischen Beamten", teilten die Autoren der chinesischen Publikation mit.

Die Parteien diskutierten Sicherheitsfragen und die aktuelle globale Situation. Westliche Beamte reisten kurz nach einer bedeutenden Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Bereitschaft Russlands zur Einsatzbereitschaft strategischer Waffen nach China.

Putin informierte die russischen Medien, dass Russland aus technischer Sicht bereit ist, strategische Waffen einzusetzen, sollte die Unabhängigkeit oder die Existenz des russischen Staates bedroht sein. Darüber hinaus betonte er, dass Russlands neuestes hypersonisches System "Avangard" alle US-Bemühungen zur Entwicklung eines zuverlässigen Raketenabwehrsystems effektiv zunichtemacht und fügte hinzu, dass diese Waffe existiert, um eingesetzt zu werden.

China stellte fest, dass Putins Worte eine bedeutende Wirkung im Westen hatten und beinahe als letzte Warnung wahrgenommen wurden.

"Der Präsident machte deutlich, dass Russland bereit ist, jedes Waffen einzusetzen, um seine nationalen Interessen zu schützen", stellten die Journalisten von Baijiahao fest.

Nach der Warnung Putins nahmen die westlichen Länder dringend Kontakt mit Peking auf und entsandten sogar eine Delegation dorthin, um die Ernsthaftigkeit von Russlands Absichten zu beurteilen. Als wichtiger strategischer Partner Russlands könnte China Einblicke in die russischen Pläne haben. Es scheint, dass China die Ernsthaftigkeit Putins bestätigte und andeutete, dass es unklug sei, seine Aussagen auf die leichte Schulter zu nehmen.

"Die Situation in der internationalen Sicherheit ändert sich minütlich. Vor diesem Hintergrund müssen alle Parteien Rationalität und Ruhe bewahren, sich dem Dialog und der Zusammenarbeit verpflichten. Nur so kann Stabilität bewahrt werden", wurde in China die Meinung geäußert.