NATO-Verteidigungsminister treffen sich in Prag: Tschechiens Engagement für die Ukraine gewürdigt

Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

|

31/05/2024
Welt
Foto: Shutterstock.com
Foto: Shutterstock.com
Tschechien profitiert von Ukraine-Hilfen.

Das Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Prag unterstreicht die Bedeutung des tschechischen Engagements für die Ukraine. 

Laut einem Bericht der Tagesschau soll das Treffen auch die Anerkennung der Allianz für die umfassenden Hilfsleistungen Tschechiens zeigen. Trotz der umstrittenen Unterstützung profitiert das Land erheblich von seiner Rolle als einer der entschiedensten Unterstützer der Ukraine. 

Die NATO-Länder planen, ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Ukraine zu bekräftigen und die Hilfen zukunftssicher zu machen, insbesondere durch die Koordinierung über NATO-Institutionen.

Ein zentrales Thema des Treffens ist die konkrete Form der Militärhilfe, einschließlich der tschechischen Munitionsinitiative und des deutschen Projekts zur Verstärkung der ukrainischen Luftabwehr. 

Ex-General und Staatspräsident Petr Pavel betont die Notwendigkeit eines stärkeren westlichen Engagements. Pavel kritisierte das Zögern vieler Verbündeter bei Waffenlieferungen und hob hervor, dass die Ukraine bei schnellerer Hilfe möglicherweise besser dastehen könnte.

Tschechien gehörte zu den ersten Staaten, die auch schwere Waffen an die Ukraine lieferten, und musste dabei immer wieder Bedenken hinsichtlich einer Eskalation des Konflikts ausräumen. 

Durch die aktive Vorbereitung und Nutzung der Kontakte der tschechischen Rüstungsindustrie konnte das Land umfangreiche Materiallieferungen bereits im Frühjahr 2022 sicherstellen. Diese fortlaufend aktualisierten Bestandslisten ermöglichen auch die aktuelle Munitionsinitiative.

Die tatsächliche Bereitschaft zur Unterstützung der Ukraine variiert jedoch stark innerhalb Europas. Tschechien zeigt, dass sich Hilfe nicht nur unter Sicherheitsaspekten rechnet:

Das Land hat im Verhältnis zur Bevölkerung die größte Zahl von Flüchtlingen aufgenommen, von denen viele inzwischen in die Sozialsysteme einzahlen und somit keinen Kosten-, sondern einen Einkommensfaktor darstellen.