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Pete Hegseth sinkt auf einen neuen Tiefpunkt, indem er kanadische Schüler wegen ihres Körpergewichts verspottet

Pete Hegseth
Joshua Sukoff / Shutterstock.com

Die Online-Äußerung löste schnell heftige Empörung bei kanadischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus.

Von hochrangigen politischen Amtsträgern wird üblicherweise erwartet, dass sie auf der globalen Bühne ein gewisses Maß an diplomatischer Finesse wahren.

Soziale Medien haben diese traditionellen Regeln im letzten Jahrzehnt verändert.

Nun sieht sich ein Kabinettsmitglied heftiger Kritik ausgesetzt, weil es Jugendfreiwillige jenseits der Grenze ins Visier genommen hat.

Ein überraschendes Ziel

Die Kontroverse dreht sich um einen kürzlich veröffentlichten Online-Beitrag des umstrittenen US-Verteidigungsministers. Pete Hegseth nutzte am Montag seine Plattform auf X, um ein Bild eines Jugend-Sommerprogramms zu teilen.

Das Bild zeigte, was offenbar eine Ausbilderin und einen Kadetten bei einer Medaillenzeremonie im Vernon Cadet Training Centre in British Columbia waren.

Laut HuffPost schien der Verteidigungsminister das Gewicht der Frau zu verspotten. Er fügte lediglich die Bildunterschrift hinzu: „(Das ist echt)“.

Als das Nachrichtenportal am Dienstag um eine Stellungnahme bat, gab ein Sprecher des Politikers eine knappe Antwort. Er erklärte: „Der X-Beitrag spricht für sich.“

Heftiger politischer Gegenwind

Die Online-Äußerung löste schnell heftige Empörung bei kanadischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus. Sie wiesen darauf hin, dass die Jugendorganisation völlig getrennt von den eigentlichen Streitkräften ist.

Das Parlamentsmitglied Garnett Genuis drückte auf X seinen Abscheu aus. Er schrieb: „Kadetten leisten großartige Arbeit und sind keine Mitglieder des Militärs.“

Der Politiker erinnerte den US-Beamten auch an ihre gemeinsame Militärgeschichte. Genuis merkte an: „158 Mitglieder des kanadischen Militärs gaben ihr Leben in Afghanistan, nachdem Ihr Land angegriffen wurde. Kanada und die USA haben eine großartige Geschichte des gemeinsamen Kampfes für Freiheit und Gerechtigkeit. Es ist eine Geschichte, die es wert ist, erinnert zu werden.“

Der kanadische Journalist Terry Reith erteilte ebenfalls eine harsche öffentliche Rüge. Auf X fragte er: „Sehe ich das richtig? Versucht der US-Verteidigungsminister, Kadetten in Vernon zu beschämen?“

Forderungen nach einer Entschuldigung

Der Journalist setzte seine Verteidigung der Schüler fort. Reith fügte hinzu: „Wie können Sie nur so ein kompletter Idiot sein, um zu implizieren, dies sei unser Militär, und schämen Sie sich dafür, unsere jungen Leute zu bodyshamen. Das ist verwerflich.“

Ein anderer Social-Media-Nutzer namens Kay Baba forderte die Löschung des Beitrags. Baba schrieb:

„Sie leiten eines der folgenreichsten Ämter in der wohl einzigen Supermacht der Welt, und diese Art der Verspottung mindert die Würde dieses Amtes.“

Eine besonnene offizielle Antwort

Kanadas Verteidigungsministerium wählte einen wesentlich besonneneren Ansatz für den internationalen Vorfall. In einer E-Mail-Erklärung an HuffPost erläuterte die Behörde, dass ihr Programm Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren ein sicheres und einladendes Umfeld biete.

Sie lobten die zivilen Ausbilder und Freiwilligen, die die Jugendcamps leiten.

Das Ministerium erklärte, dass diese Mentoren jungen Menschen helfen, „Charakter, Widerstandsfähigkeit und Teamwork aufzubauen und sie darauf vorbereiten, mit Integrität zu führen, mit Sinn zu dienen und mit Ehre zu wachsen.“

Quellen: HuffPost, X, MeidasTouch, Kanadas Verteidigungsministerium