Prozess gegen Trump: Richter legt sich mit Anwalt an – „Das war unerhört“

Geschrieben von Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

|

29/05/2024
Welt
Foto: lev radin / Shutterstock.com
Foto: lev radin / Shutterstock.com
Spannungen im Gerichtssaal.

Im historischen Prozess gegen Donald Trump in New York nähern sich die Verhandlungen ihrem Ende. Während der Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten, Todd Blanche, seine Schlussplädoyers hält, kommt es zu Spannungen im Gerichtssaal. 

Richter Juan Merchan griff ein, als Blanche die Geschworenen über mögliche Gefängnisstrafen für Trump informierte und nannte diese Aussagen „unerhört“. 

Der Fall dreht sich um Vorwürfe gegen Trump, er habe Schweigegeldzahlungen organisiert und Geschäftsdokumente gefälscht, um die Zahlungen zu vertuschen.

Laut der Quelle der Frankfurter Rundschau verteidigte Blanche Trump vehement und stellte zehn Gründe dar, warum der Ex-Präsident unschuldig sei. 

Er behauptete, Michael Cohen, Trumps ehemaliger Anwalt, habe die Schweigegeldzahlungen selbst organisiert und dass es keine Beweise für Trumps Betrugsabsicht gäbe. 

Cohen, der als Hauptzeuge der Anklage fungiert, wird von der Verteidigung als „Lügner“ und „Dieb“ bezeichnet, um seine Glaubwürdigkeit zu untergraben.

Die Staatsanwaltschaft hingegen präsentierte Beweise, darunter gefälschte Dokumente und Telefonprotokolle, die eine Verbindung zwischen Trump und den Schweigegeldzahlungen an die ehemalige Pornodarstellerin Stormy Daniels zeigen sollen. 

Staatsanwalt Joshua Steinglass betonte vor den Geschworenen die Schwere der Anschuldigungen und hob die Bedeutung von Cohens Zeugenaussagen hervor. 

Der Ausgang des Prozesses hängt nun von den Beratungen der Jury ab, die mehrere Stunden bis Tage dauern können.