Putins Albtraum: "Es gibt nichts, was er tun kann"

Geschrieben von Peter Zeifert

16 Wochen vor

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25/01/2024
Foto: Shutterstock.com
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"Es gibt nichts, was er tun kann"

Wladimir Putin fürchtet seit langem eine NATO-Erweiterung und hat sie oft als Grund für den andauernden Krieg zwischen Russland und der Ukraine genannt. Doch nach der Invasion vor zwei Jahren und anhaltenden russischen Drohungen ist das Verteidigungsbündnis stattdessen gewachsen.

Finnland ist nun Vollmitglied, und in dieser Woche hat Schweden bedeutende Fortschritte in Richtung desselben Status gemacht. Auch die Ukraine hat ihr Bestreben, der NATO beizutreten, intensiviert.

Putin Im Stich Gelassen

Nachdem die Türkei für die schwedische Mitgliedschaft gestimmt hat, hat Ungarns Premierminister Viktor Orbán die Zügel gelockert und erklärt, dass über Schwedens NATO-Mitgliedschaft so bald wie möglich abgestimmt werden soll.

"Wir werden weiterhin dringend das ungarische Parlament auffordern, so schnell wie möglich für die schwedische NATO-Mitgliedschaft zu stimmen", äußerte Orbán gestern.

Die Ankündigung wird von vielen als schwerer Schlag für Putin und Russland beschrieben.

Orbán gilt als einer der wenigen Verbündeten des Diktators innerhalb der NATO, und die Ankündigung vom Mittwoch ist eines von mehreren Anzeichen dafür, dass eine mögliche Unterstützung für Russland im Militärbündnis sich auflöst, wie Newsweek berichtet.

"Ein Albtraum"

Am selben Tag unterzeichnete der slowakische Premierminister Robert Fico, der offen prorussische Äußerungen gemacht und die militärische Unterstützung für die Ukraine zurückgezogen hat, eine Erklärung, die "die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine" unterstützt.

Die amerikanische Zeitung beschreibt diese Übergänge als "Albtraum" für Putin.

Russland ist jetzt völlig allein im Ostseeraum – abgesehen von der russischen Exklave Kaliningrad zwischen Litauen und Polen.

"Es gibt nichts, was er tun kann"

"Putin ist sich voll bewusst, dass es nicht viel gibt, was er tun kann", sagt Erwan Lagadec, Professor am George Washington University Institute for European, Russian, and Eurasian Studies, gegenüber Newsweek.

Der Forscher bezieht sich auf die fortgesetzte Expansion der NATO.

"Sein Militär ist bereits in der Ukraine überstrapaziert."

Gemischte Botschaften

Der russische Präsident behauptete kürzlich, dass er an der "Entwicklung von Beziehungen" zu den NATO-Mitgliedern interessiert ist und keinen Grund sieht, mit den Mitgliedsländern in Konflikt zu geraten.

Dennoch wurden Länder wie Finnland, Polen und die baltischen Staaten wiederholt mit harter Rhetorik und Aggression von Russland bedroht.