Putins Geduld auf die Probe gestellt – Könnte die USA in den Krieg ziehen

Jasper Bergmann

23 Wochen vor

|

01/02/2024
Welt
Photo: Shutterstock.com
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Putins Geduld auf die Probe gestellt.

Letzte Woche stürzte ein russisches Militärflugzeug in der russischen Region Belgorod ab.

Es handelte sich um ein Transportflugzeug des Typs Iljuschin Il-76, dessen Absturz einen Luftalarm in derselben Gegend auslöste.

Laut Russland befanden sich 74 Personen an Bord, darunter 65 gefangene ukrainische Soldaten.

Niemand überlebte.

Putin: Abgeschossen durch Patriot

Nun bringt das Putin-Regime neue Behauptungen über den Absturz vor.

Der russische Diktator behauptet, die Ukraine habe das Patriot-Luftverteidigungssystem, das von den USA geliefert wurde, verwendet, um das Flugzeug abzuschießen.

„Das Flugzeug wurde abgeschossen, und es wurde definitiv durch ein amerikanisches Patriotsystem festgestellt, das haben Expertenanalysen bereits ermittelt“, sagt Wladimir Putin laut The Independent.

Der russische Führer betont, es sei „offensichtlich“, dass die Ukraine hinter dem Abschuss stehe, und fordert eine internationale Untersuchung.

"Rote Linie" überschritten: Könnte die USA einbeziehen

Diese neue Entwicklung steht im Zusammenhang mit früheren Drohungen aus dem Kreml.

Mehrere russische Beamte haben zu verschiedenen Zeiten gewarnt, dass der Einsatz von westlichen Waffen auf russischem Territorium, insbesondere Langstreckenwaffen, das Überschreiten einer Grenze bedeutet.

Sie sprachen von einer „roten Linie“.

„Wenn Washington beschließt, Kiew mit Langstreckenraketen zu versorgen, werden sie eine rote Linie überschreiten und direkt am Konflikt beteiligt sein“, warnte beispielsweise die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, im September 2022.

Ukraine stellt die Behauptungen in Frage

Die Warnungen führten zu einigen Zögern in den USA, der Ukraine solche Waffen zu liefern, aber letztendlich gaben sie grünes Licht für das Patriot-System, das im Frühjahr 2023 ankam.

Die Ukraine hat die Verantwortung für den Abschuss des russischen Militärflugzeugs in Belgorod nicht übernommen. Die Regierung bestätigt noch dementiert dies, schreibt Reuters.

Sie haben jedoch die Behauptungen, dass sich ukrainische Soldaten an Bord des Flugzeugs befanden, in Frage gestellt.

„Starke russische Propaganda lenkt einen falschen Informationsstrom an das internationale Publikum, in dem Versuch, die Ukraine in den Augen der Weltgemeinschaft zu diskreditieren“, sagt Mykola Oleschtschuk, Kommandeur der ukrainischen Luftwaffe, laut France24.