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Russland gerät ohne Starlink unter Druck: Ukraine hat 300 Quadratkilometer zurückerobert

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Wie sich zeigt, ist es nicht leicht, Krieg zu führen, wenn die eigenen Kommunikationslinien abgeschnitten wurden.

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Die Ukraine teilt mit, dass ihre Truppen im Süden neue Gebietsgewinne erzielt haben, während sich der Krieg mit Russland einem weiteren Jahrestag nähert.

In einem von der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) veröffentlichten Interview beschrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj jüngste Fortschritte auf dem Schlachtfeld und wies zugleich Behauptungen zurück, Kiew befinde sich in der Defensive.

Er äußerte sich zudem zu Druck hinsichtlich möglicher territorialer Zugeständnisse sowie zur Rolle der Satellitenkommunikation bei der Gestaltung militärischer Operationen.

Südliche Frontgewinne

Gegenüber AFP erklärte Selenskyj, ukrainische Streitkräfte hätten bis Sonntag, den 22. Februar 2026, im südlichen Sektor im Rahmen von Gegenoffensiv- und Angriffsoperationen 300 Quadratkilometer zurückerobert.

„Heute kann ich unserer Armee – vor allem allen Verteidigungskräften – gratulieren, denn bis heute sind 300 Quadratkilometer befreit worden“, sagte er.

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Er machte keine Angaben dazu, wann die Vorstöße stattfanden oder welche Orte betroffen waren.

Starlink abgeschaltet

Das Starlink-Netzwerk, das dem Unternehmen SpaceX von Elon Musk gehört, wurde wiederholt mit russischen Offensivmanövern in Verbindung gebracht, obwohl es auf der Sanktionsliste steht.

Berichte über den Erwerb nicht autorisierter Starlink-Terminals durch Russland über Dritte haben es den russischen Streitkräften ermöglicht, das Netzwerk trotz der Sanktionen zu nutzen.

Anfang Februar 2026 wurden alle Starlink-Satellitenkommunikationssysteme in und um die Ukraine auf registrierte Nutzer beschränkt. Seitdem haben die russischen Streitkräfte Berichten zufolge mit Kommunikationsproblemen und eingeschränkten Offensivfähigkeiten zu kämpfen.

Die BBC berichtete vergangene Woche, ein ukrainischer Drohnenoperator habe geschätzt, dass Russland etwa 50 Prozent seiner Offensivkapazitäten verloren habe.

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Quellen: Agence France-Presse, Defense Express, United24media, Institute for the Study of War, BBC