Russische Panik in der Ukraine

Geschrieben von Jasper Bergmann

Foto: Shutterstock.com
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Russische Panik in der Ukraine.

Es wird berichtet, dass russische Truppen auf dem Schlachtfeld in der Ukraine von vollständiger Panik ergriffen wurden. Mehreren Medienberichten zufolge haben die Russen die Flucht ergriffen und ihre Positionen in der südlichen Region Cherson in der Ukraine aufgegeben.

Verwendung der gleichen Rhetorik

Die staatlichen russischen Nachrichtenagenturen TASS und RIA Novosti veröffentlichten am Montag eine Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums. In der Erklärung bestätigte das Ministerium, dass eine "Umgruppierung" der russischen Truppen, die auf der östlichen Seite des Dnjepr-Flusses stationiert sind, im Gange ist.

„Nach einer Neubewertung der Situation hat die militärische Führung der Dnjepr-Gruppe beschlossen, ihre Truppen an günstigere Positionen zu verlegen“, hieß es in der Erklärung.

Im Verlauf des Krieges hat sich herausgestellt, dass eine "Umgruppierung" tatsächlich bedeutet, dass die russische Armee das Gebiet flieht. Das russische Verteidigungsministerium verwendete dieselbe Formulierung, als die Russen vor über einem Jahr aus der regionalen Hauptstadt Cherson panisch zurückzogen.

Große Verwirrung

Im Laufe des Tages verschwand die Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums von den Websites von TASS und RIA Novosti. Laut der unabhängigen Zeitung Moscow Times war die Nachricht nur wenige Minuten online.

„TASS behauptet, es sei eine Fehlveröffentlichung gewesen und dass die Erklärung nicht wahrheitsgemäß ist. RIA hat sich zu der Veröffentlichung nicht geäußert“, weist die Zeitung hin.

Der Kreml hat es abgelehnt, die Erklärung zu kommentieren.

Versuch, den Fluss zu überqueren

Laut dem amerikanischen Thinktank Institute for the Study of War (ISW) hat die ukrainische Armee in den letzten Tagen ihre Angriffe in der Region Cherson intensiviert. Es wird unter anderem berichtet, dass das ukrainische Militär versucht, den Dnjepr mit gepanzerten Fahrzeugen und schweren Waffen zu überqueren.

„Russische Einheiten, die auf der östlichen Seite des Flusses positioniert sind, müssen sich derzeit gegen intensivere Angriffe als üblich verteidigen“, berichtet das ISW.

Die Ukraine startete im Juni eine große Gegenoffensive, aber die Frontlinie hat sich kaum bewegt. Ein Durchbruch in der südlichen Region Cherson wäre der erste bedeutende Erfolg seit langer Zeit.