Russische Schulkinder ab sieben Jahren erhalten Militärausbildung: Schützengräben graben und Granaten werfen

Geschrieben von Peter Zeifert

37 Wochen vor

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26/09/2023
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Russische Schulkinder ab sieben Jahren erhalten Militärausbildung.

Laut einer umfassenden Untersuchung von CNN werden russische Schulkinder zunehmend in militärischen Praktiken ausgebildet. Der Bericht enthüllt, dass Russland massiv in die Vorbereitung seiner jungen Generation für den Krieg investiert.

Kinder im Kindergartenalter werden bereits in Uniformen gekleidet und nehmen an Marschübungen teil. Ältere Kinder lernen Fertigkeiten wie das Graben von Schützengräben und das Werfen von Granaten. Der Fokus auf militärische Ausbildung in russischen Schulen hat sich intensiviert, wobei Kinder ab sieben Jahren eine grundlegende militärische Ausbildung erhalten und an Militärparaden teilnehmen.

Darüber hinaus hat der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz unterzeichnet, das einen neuen Pflichtkurs in russischen Schulen einführt, der als "Grundlagen der Sicherheit und Verteidigung des Vaterlandes" bezeichnet wird. Dieser Kurs beinhaltet Besuche von militärischen Einrichtungen und die Schulung im Umgang mit Drohnen. Schüler der Oberstufe werden sogar im Umgang mit scharfer Munition geschult.

Laut dem russischen Bildungsminister Sergei Kravtsov gibt es in russischen Schulen etwa 10.000 "militärpatriotische" Clubs, an denen rund 250.000 Personen teilnehmen. Diese Clubs weichen erheblich vom regulären Schulprogramm ab und konzentrieren sich stattdessen auf die Vermittlung von Russlands militärischen Erfolgen und das Einflößen militärpatriotischer Werte bei den Kindern.

CNN berichtet auch, dass Schulkinder direkt die russische Armee unterstützen. So nähen beispielsweise Teenagermädchen aus der russischen Stadt Ussuriysk Bandagen, auf denen "Freund" oder "Feind" steht, während Kinder aus der Stadt Wladimir Sturmhauben für Soldaten nähen.