Russland behauptet, 38 ukrainische Drohnen über der Krim-Brücke abgeschossen zu haben

Geschrieben von Jasper Bergmann

Foto: Shutterstock.com
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Russland behauptet, 38 ukrainische Drohnen über der Krim-Brücke abgeschossen zu haben.

Das russische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass alle 38 Drohnen, die von der Ukraine in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 3. März, auf die Halbinsel Krim abgefeuert wurden, von Russlands Luftabwehrsystemen zerstört wurden.

Diese Erklärung erfolgte, nachdem Berichte über bedeutende Explosionen im Hafen von Feodossija in den sozialen Medien der Ukraine und Russlands kursierten, laut Reuters. Das russische Verteidigungsministerium berichtete in seiner Telegramm-Mitteilung nicht über Schäden oder Opfer.

Verkehrsbeschränkungen und Berichte in sozialen Medien

Der Verkehr in der Nähe von Feodossija wurde Berichten zufolge eingeschränkt, wie von russisch ernannten Beamten in der Krim angekündigt. Die Brücke, die die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet, wurde vorübergehend geschlossen und nahm den Verkehr um etwa 01:40 GMT wieder auf, so die von Russland ernannten Beamten der Krim auf Telegram.

Bewohner von Feodossija erwähnten in sozialen Medien, laute Explosionen im Bereich des Seehafens und eines Öldepots um etwa 2 Uhr morgens Ortszeit (Samstag, 23:00 GMT) gehört zu haben.

Bis jetzt haben ukrainische Beamte nicht zu dem Vorfall Stellung genommen.

Die Krim: Ein strategischer Schauplatz im andauernden Konflikt

Die Halbinsel Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektierte - ein Schritt, der von Kiews Verbündeten verurteilt wurde - und das Schwarze Meer sind zu entscheidenden Schauplätzen im zweijährigen Krieg geworden.

Die verstärkten Drohnenangriffe der Ukraine auf russische Militärziele haben Schiffe und Werften im Hafen von Sewastopol beschädigt oder zerstört, unter anderem. Moskau nutzt seine Schwarzmeerflotte, um aus der Ferne Angriffe in der Ukraine durchzuführen.

Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin dienen diese Gewässer auch als wichtiger Sprungbrett für die Machtausübung im Nahen Osten und Europa.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass seine Streitkräfte die militärische Macht Moskaus im Schwarzen Meer verringern konnten.

Er glaubt, dass mit größerer Unterstützung der Verbündeten Kiews die Ukraine einen Sieg über Russland erringen könnte.