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Russland verspottet Trumps Grönland-Ambitionen: „Sie könnten für einen Beitritt zu Russland stimmen“

Greenland demonstration
Jens-Frederik Nielsen

Die Diskussion über die Zukunft Grönlands hat Reaktionen aus Moskau ausgelöst.

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Ein hochrangiger russischer Politiker griff das Thema mit Humor und Provokation auf, während Washington sein Interesse an der arktischen Insel erneuert.

Die Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen rund um Sicherheit, Territorium und Einfluss in einer sich rasch verändernden Polarregion.

Eine sarkastische Warnung

Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, scherzte laut Interfax, Grönland könne sich plötzlich dazu entschließen, Russland beizutreten, falls US-Präsident Donald Trump nicht schnell handle.

„Trump muss sich beeilen. Nach unbestätigten Informationen könnte es in wenigen Tagen ein plötzliches Referendum geben, bei dem ganz Grönland mit seinen 55.000 Einwohnern für einen Beitritt zu Russland stimmen könnte“, zitierte Interfax Medwedew.

„Und dann war’s das. Keine neuen kleinen Sterne mehr auf der (US-)Flagge.“

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Medwedew, ein ehemaliger russischer Präsident, lieferte keinerlei Belege für diese Aussage und stellte sie als sarkastische Reaktion auf Trumps Kommentare dar.

Trumps erneuter Vorstoß

Trump hat sein seit Langem vorgetragenes Argument wiederbelebt, wonach die Vereinigten Staaten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit kontrollieren müssten.

Er sagte, die geografische Lage und die natürlichen Ressourcen der Insel machten sie strategisch unverzichtbar, insbesondere zur Eindämmung Russlands.

Diese Idee wurde sowohl von Dänemark als auch von Grönland entschieden zurückgewiesen.

Grönland ist ein selbstverwaltetes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, und seine politischen Vertreter haben wiederholt betont, dass die Insel nicht zum Verkauf steht.

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Trotz dieser Ablehnung ist das Thema erneut in den Mittelpunkt der politischen Debatte in Washington gerückt.

Moskaus Interesse

Russland erhebt keinen territorialen Anspruch auf Grönland, verfolgt die Entwicklungen rund um die Insel jedoch aufmerksam.

Ihre Lage an wichtigen Routen im Nordatlantik sowie die Präsenz eines bedeutenden US-Militär- und Weltraumüberwachungsstützpunkts verleihen ihr eine überdurchschnittliche strategische Bedeutung.

Der Kreml hat Trumps jüngste Äußerungen nicht direkt kommentiert.

Russische Regierungsvertreter haben die Arktis jedoch wiederholt als eine Zone nationaler und strategischer Interessen Russlands bezeichnet.

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Im vergangenen Jahr erklärte der Kreml, man beobachte die „ziemlich dramatische“ Debatte um Grönland sehr genau.

Quellen: Reuters, Interfax, TRT.