Startseite Welt Trump behauptete, er habe gearbeitet – Fakten belegen Golfrunden

Trump behauptete, er habe gearbeitet – Fakten belegen Golfrunden

Donald Trump Golf
L.E.MORMILE / Shutterstock

Trump behauptete, er habe vor der Wahl im November 2024 eine lange Pause von seinem Lieblingssport eingelegt.

Wenn die Wahlkampfzeit heiß läuft, lieben es Politiker, die Wähler daran zu erinnern, wie viel sie für ihren Job opfern.

Oft prahlen sie mit verpassten Familienessen und schlaflosen Nächten.

Manche behaupten sogar, ihre Lieblingshobbys komplett aufzugeben, um sich auf den Wahlkampf zu konzentrieren.

Eine kühne Behauptung

Präsident Donald Trump beschloss kürzlich, seine eigenen Wahlkampfopfer hervorzuheben. Er setzte sich für ein Sonntagsinterview mit Trey Gowdy bei Fox News zusammen, um über seine Arbeitsmoral zu sprechen.

Während der Sendung machte er eine weitreichende Aussage über seinen Zeitplan. Er behauptete, er habe vor der Wahl im November 2024 eine lange Pause von seinem Lieblingssport eingelegt.

„Ich habe kein Golf gespielt. Ich habe 120 Tage lang nichts getan, und ich habe gearbeitet“, sagte er dem Sender laut Huffpost.

Das klingt nach einer brutalen Phase ununterbrochenen Wahlkampfs. Doch es gibt ein eklatantes Problem mit dieser Geschichte, denn die einfache Mathematik geht völlig fehl.

Jener Tag im September

Der Präsident schwang tatsächlich etwa 50 Tage vor der Wahl einen Schläger. Wir wissen genau, wo er am 15. September war.

Er spielte eine ruhige Runde auf dem Trump International Golf Course West Palm Beach, bis das Chaos ausbrach. Tatsächlich sorgte dieser spezielle Ausflug aus einem sehr düsteren Grund weltweit für Schlagzeilen.

Agenten des Secret Service entdeckten Ryan Routh in der Nähe des fünften Lochs. Die New York Times veröffentlichte ausführliche Berichte über den schrecklichen vereitelten Attentatsversuch, der sich an diesem Nachmittag ereignete.

Routh erhielt Anfang dieses Jahres eine lebenslange Haftstrafe. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass jemand einen so dramatischen Nachmittag auf dem Golfplatz vergessen könnte.

Sicherheit vor Sport

Das erschreckende Ereignis war der zweite Anschlag auf sein Leben innerhalb weniger Monate. Sicherheitsbedenken hatten sofort Vorrang.

Diese ernsthaften Bedrohungen zwangen ihn, die Fairways komplett aufzugeben, als der Wahltag schnell näher rückte. Eine Pause vom Spiel war absolut sinnvoll.

Ihn in einem offenen Außenbereich sicher zu halten, war für sein Sicherheitsteam unglaublich schwierig geworden. Doch eine 50-tägige notwendige Sicherheitspause in eine 120-tägige Demonstration reiner Arbeitsmoral umzuwandeln, ignoriert die harten Fakten.

Der Zeitplan weicht um mehr als zwei Monate ab.

Die Zeit im Blick

Nun ist der Präsident zu seiner regulären Golfroutine zurückgekehrt. Und sein Lieblingshobby verursacht weiterhin eine wirklich massive finanzielle Belastung für die amerikanische Öffentlichkeit.

Eine Tracking-Website namens didtrumpgolftoday.com überwacht seinen Aufenthaltsort ständig, und ihre neuesten Daten zeigen genau, wie oft er das Clubhaus besucht.

Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hat er an 125 von 589 Tagen Golf gespielt. Die Website schätzt, dass diese Runden die Steuerzahler bisher 175 Millionen US-Dollar gekostet haben.

Quellen: Huffpost, Fox News, The New York Times, didtrumpgolftoday.com