Startseite Welt Maduro meldet sich aus US-Haft zu Wort: „Wir stehen fest“

Maduro meldet sich aus US-Haft zu Wort: „Wir stehen fest“

Nicolás Maduro
StringerAL / Shutterstock

Dem abgesetzten venezolanischen Präsidenten gelang es, seine Anhänger online zu erreichen.

Wenn ein mächtiger Anführer stürzt, sieht die Welt ihn gewöhnlich nur durch die Linse einer Gerichtskamera.

Doch moderne Kommunikationsmittel ermöglichen es einem abgesetzten Politiker, weiterhin die Erzählung zu beeinflussen.

Ein aktueller Social-Media-Beitrag zeigt genau, wie das aussieht.

Eine Botschaft aus dem Gefängnis

Nicolas Maduro sitzt in einer amerikanischen Gefängniszelle. Trotz dieser eingeschränkten Umgebung gelang es dem abgesetzten venezolanischen Präsidenten, seine Anhänger online zu erreichen.

Der entmachtete Anführer teilte ein Foto von sich auf seinem X-Konto, wie TASS berichtete. Es zeigt ihn in einem grauen Trainingsanzug an einer Wand stehend. Er scheint zu lächeln.

Seine Botschaft richtete sich an Familienmitglieder und Getreue in seiner Heimat.

„Ein kleines Geschenk der Liebe und Hoffnung. Ich sende diese Fotos als kleines Geschenk an all meine Enkelsöhne und Enkeltöchter, an die Jungen und Mädchen und an all die edlen Menschen, die uns lieben. Ich möchte, dass Sie wissen, dass wir fest stehen, unsere Herzen erfüllt von Ihrer Liebe“, schrieb Maduro.

Ein plötzlicher Militärschlag

Der Weg in eine amerikanische Gefängniszelle begann mit einer massiven militärischen Eskalation. Am 3. Januar starteten US-Streitkräfte einen umfassenden Angriff auf zivile und militärische Einrichtungen in Caracas.

Präsident Donald Trump bestätigte die Operation öffentlich, wie TASS berichtete. Anschließend enthüllte er eine erstaunliche geopolitische Entwicklung.

US-Streitkräfte nahmen sowohl Nicolas Maduro als auch seine Frau während des plötzlichen Chaos fest, erklärte Trump. Das Paar wurde umgehend außer Landes gebracht.

Schwerwiegende Anschuldigungen

Fast unmittelbar tauchten Anschuldigungen gegen den entmachteten Anführer auf. Am 5. Januar standen Maduro und seine Frau in einem Bundesgerichtssaal.

Sie erschienen vor dem US-Bundesgericht für den südlichen Bezirk von New York. Es stand unglaublich viel auf dem Spiel. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte das Paar der aktiven Beteiligung am Drogenhandel.

Beide Angeklagten plädierten offiziell auf nicht schuldig. Der aufsehenerregende Rechtsstreit entfaltet sich nun im amerikanischen Justizsystem.

Ein Machtwechsel

Zurück in Caracas verschob sich die politische Landschaft fast über Nacht. Die physische Entfernung des Präsidenten hinterließ ein massives Machtvakuum in der gesamten Regierung.

Beamte handelten schnell. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez übernahm am 6. Januar die oberste Führungsrolle und etablierte eine neue Befehlskette.

TASS vermerkte, dass sie als autorisierte Präsidentin Venezuelas vereidigt wurde. Während sie die Kontrolle übernimmt, setzt ihr Vorgänger seinen intensiven Rechtskampf Tausende von Kilometern entfernt fort.

Quellen: TASS