Präsident Donald Trump hat monatelang geografische Namen ins Visier genommen, die mit Nachbarländern verbunden sind.
Nationaler Stolz inspiriert Führungspersönlichkeiten oft dazu, Wahrzeichen und öffentliche Plätze umzubenennen.
Umfassende geografische Änderungen können den Wunsch signalisieren, sich von ausländischen Einflüssen zu lösen.
Doch wenn die Geschichte zugunsten politischer Optik ignoriert wird, kann eine einfache Kartenänderung schnell nach hinten losgehen.
Umfassende geografische Änderungen
Präsident Donald Trump hat monatelang geografische Namen ins Visier genommen, die mit Nachbarländern verbunden sind. Seine Strategie zielt darauf ab, die Vereinigten Staaten während hitziger Handels- und Grenzstreitigkeiten von ausländischen Bezeichnungen zu distanzieren.
Ende letzten Monats richtete er seinen Blick auf Kanada während eines eskalierenden Zollstreits. Trump schlug vor, einen großen Gewässerabschnitt umzubenennen, wie der Express berichtete.
„Die Vereinigten Staaten ziehen ernsthaft in Betracht, den Namen des Ontariosees in Amerikasee zu ändern, da wir nicht mehr viel Geschäft mit Ontario erwarten“, sagte Trump. Ontarios Premierminister Doug Ford wies die Drohung als „viel Rhetorik“ zurück.
Fokus auf ausländische Bezeichnungen
Der Trend begann letztes Jahr, als der Präsident die südliche Grenze ins Visier nahm. Er schlug öffentlich vor, ein riesiges Gewässer umzubenennen, um die Verbindungen zu der Nation im Süden zu kappen.
„Wir werden den Namen des Golfs von Mexiko in Golf von Amerika ändern, was einen schönen Klang hat. Viel Charakter“, behauptete Trump damals.
Er argumentierte, dass die neue Bezeichnung zu seinem Vorstoß zur Grenzsicherung passe. „Der Golf von Amerika, was für ein schöner Name. Und er ist passend. Er ist passend. Und Mexiko muss aufhören, Millionen von Menschen in unser Land strömen zu lassen. Sie können sie aufhalten“, fügte er hinzu.
Die Geschichte verkannt
Nun hat der Präsident dieselbe Logik auf einen amerikanischen Bundesstaat angewandt. Trump lud eine modifizierte Karte von New Mexico auf Truth Social hoch, auf der er „Mexico“ mit einem fetten roten Strich durchstrich und „America“ schrieb.
Der Beitrag versucht, eine weitere fremd klingende Bezeichnung zu tilgen. Kritiker wiesen jedoch schnell darauf hin, dass der Präsident die historischen Fakten völlig verkannt habe.
Spanische Entdecker benannten das Gebiet in den 1560er-Jahren nach dem Mexica-Tal als Nuevo Mexico. Der Name blieb über Jahrhunderte bestehen, noch bevor das Land Mexiko überhaupt existierte. Mit dem Versuch, die Verbindungen zu einem ausländischen Nachbarn zu kappen, zielte der Beitrag stattdessen versehentlich auf Jahrhunderte lokaler amerikanischer Geschichte ab.
Quellen: Express