Ukraine appelliert an dringende Munitionslieferungen wegen Knappheit

Geschrieben von Peter Zeifert

15 Wochen vor

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01/02/2024
Foto: Shutterstock.com
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Ukraine appelliert an dringende Munitionslieferungen wegen Knappheit.

Der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerov hat seine EU-Kollegen über den kritischen Munitionsmangel informiert, mit dem die Streitkräfte der Ukraine konfrontiert sind, da sie in Bezug auf Artilleriemunition erheblich unterlegen gegenüber den russischen Truppen sind. Diese alarmierende Situation wurde am 31. Januar von Bloomberg gemeldet.

In einem Schreiben an die EU-Verteidigungsminister betonte Umerov die entscheidende Rolle von Munition im Krieg, indem er erklärte: „Die Seite mit der meisten Munition gewinnt in der Regel den Kampf.“

Er schilderte die deutliche Diskrepanz in der Artilleriefeuerkraft und enthüllte, dass die Ukraine maximal 2.000 Granaten pro Tag für ihre umfangreiche 1.500 Kilometer lange Frontlinie produzieren kann. Diese Menge verblassen im Vergleich zu der Anzahl der Granaten, die täglich von den russischen Streitkräften verwendet werden.

Angesichts der Dringlichkeit der Situation appellierte Umerov an die EU um umgehende Lieferung der versprochenen einer Million Artilleriegranaten. Diese Hilfe ist entscheidend, um den Feuerkraftvorteil Russlands auszugleichen.

Zudem spezifiziert das Schreiben, dass die Ukraine monatlich 200.000 155-mm-Granaten benötigt. Im Gegensatz dazu hat Russland sein Munitionslager aufgestockt und soll Berichten zufolge etwa eine Million Granaten aus Nordkorea erhalten haben.

Dieser Appell erfolgt nach der Aussage des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am 31. Januar, dass die EU bis März nur 52% ihres Versprechens erreichen werde, der Ukraine innerhalb eines Jahres eine Million Artilleriegranaten zu liefern.

Zuvor, am 11. Januar, hatte die Europäische Kommission bekannt gegeben, dass die EU-Länder erst bis zum Ende des Winters 2024 eine Million Schuss herstellen können, was die Herausforderungen bei der Erfüllung des unmittelbaren Munitionsbedarfs der Ukraine unterstreicht.