Ukrainischer Drohnenangriff zwingt bedeutende russische Raffinerie zur Stilllegung

Geschrieben von Peter Zeifert

3 Wochen vor

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20/05/2024
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Ein ukrainischer Drohnenangriff hat den Betrieb einer bedeutenden Ölraffinerie in der südrussischen Region Krasnodar zum Stillstand gebracht.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags zielte eine Schwarm von Drohnen auf die Raffinerie in Slawjansk-am-Kuban, eine der größten im Süden Russlands.

Laut der Moscow Times bestätigte der regionale Beamte Roman Siniagovski den Vorfall auf Telegram und erklärte:

„In der Nacht sind sechs Drohnen auf das Gelände der Raffinerie in Slawjansk-am-Kuban gestürzt.“

Der Angriff zwang die Raffinerie, ihren Betrieb einzustellen, wobei der Sicherheitschef Eduard Trutnew der Nachrichtenagentur Interfax erklärte: „Es gab Angriffe. Das Werk steht derzeit still. Wir bewerten den Schaden.“

Gezielte Angriffe auf russische Energie- und Militäranlagen

Die Ukraine hat in den letzten Wochen ihre Angriffe auf russisches Territorium intensiviert, insbesondere auf Energieinfrastrukturen.

Eine Quelle der ukrainischen Verteidigung enthüllte, dass ihre Streitkräfte auch den Militärflugplatz Kuschtschowskij ins Visier genommen haben, was den zweiten Drohnenangriff auf diese Standorte innerhalb von drei Wochen markiert.

„Mehrere Flugzeuge wurden auf dem Flugplatz getroffen, und der Raffineriekomplex wurde beschädigt“, so die Quelle.

Diese Angriffe sind Teil der umfassenderen Strategie der Ukraine, russische Operationen zu stören, während der Konflikt in sein drittes Jahr geht. Energiebetriebe wie die Raffinerie in Slawjansk-am-Kuban sind dabei zentrale Ziele, um die logistischen und operativen Fähigkeiten der russischen Streitkräfte zu lähmen.

Neben dem Angriff auf die Raffinerie waren die russischen Luftverteidigungen am Wochenende stark gefordert.

Das russische Verteidigungsministerium meldete in der Samstagnacht die Abwehr von 57 ukrainischen Drohnen, darunter neun ATACMS-Taktikraketen und eine Drohne über der Krim, einer Region, die 2014 von Russland annektiert wurde.

Zudem starteten ukrainische Streitkräfte am Sonntag Luftangriffe auf die russische Region Belgorod, wie der regionale Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bestätigte. Diese häufigen Drohnenangriffe signalisieren eine Veränderung der ukrainischen Taktik, die unbemannte Lufttechnologie nutzt, um Druck auf mehreren Fronten auszuüben.