US-Regierung fordert: 500.000 Eulen sollen geschossen werden

Geschrieben von Peter Zeifert

24 Wochen vor

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09/12/2023
Foto: Wikipedia Commons
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500.000 Eulen sollen geschossen werden.

Die US-Regierung hat eine ungewöhnliche Aufforderung an Jäger gerichtet: Sie sollen im Laufe der nächsten 30 Jahre insgesamt 500.000 Eulen schießen.

Dieser drastische Schritt wird laut Newsweek.com als notwendig erachtet, um eine bedrohte Art, die Nordfleckeneule, zu retten. Die invasive Art, die Streifeneule, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die einheimische Nordfleckeneule dar.

Die Streifeneule, die ursprünglich von der Ostküste der USA stammt, hat sich seit den 1950er Jahren im pazifischen Nordwesten der USA ausgebreitet.

Sie ist aggressiver und hat eine vielfältigere Ernährung als die Nordfleckeneule, was sie zu einer direkten Gefahr für das Überleben der einheimischen Art macht. Die Streifeneule verdrängt die Nordfleckeneule, indem sie deren Lebensräume übernimmt, um Nahrung konkurriert und sie angreift.

Die Nordfleckeneule ist jetzt unter dem Endangered Species Act als bedroht gelistet, mit einem Rückgang von 35 bis 80 Prozent in den letzten 20 Jahren. Forschungen zeigen, dass in Gebieten, in denen die Streifeneule kontrolliert wird, der Rückgang der Nordfleckeneulenpopulationen deutlich geringer ist.

Der Plan des U.S. Fish and Wildlife Service sieht vor, dass Jäger die Erlaubnis erhalten, Streifeneulen zu schießen, mit dem Ziel, ihre Zahl um etwa 30 Prozent zu reduzieren. Dies sollte ausreichen, um den Druck auf die Nordfleckeneule zu verringern. Die erste Phase des Plans soll voraussichtlich 2025 beginnen.

Diese Entscheidung stieß jedoch auf Widerstand von einigen Naturschutzgruppen, die bezweifeln, ob diese Methode mehr Schaden als Nutzen anrichten könnte. Sie betonen die Wichtigkeit des Schutzes von Lebensräumen und betrachten das Abschießen von Streifeneulen als letztes Mittel.