Verteidigungsminister erklärt, Russland sei bereit für Gespräche mit der Ukraine

Peter Zeifert

34 Wochen vor

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30/10/2023
Welt
Foto: Wikipedia Commons
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Russland sei bereit für Gespräche mit der Ukraine.

Am Montag äußerte der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu Russlands Bereitschaft, Gespräche über die „nachkonfliktliche Regelung“ des andauernden Kriegs in der Ukraine zu führen.

Seine Aussagen erfolgten während des Pekinger Xiangshan-Forums, einer bedeutenden militärdiplomatischen Veranstaltung in China. Zusätzlich signalisierte Shoigu Russlands Willen zu Gesprächen über eine anhaltende „Koexistenz“ mit den westlichen Nationen, allerdings mit dem Vorbehalt, dass der Westen die Versuche, Russland strategisch zu untergraben, einstellen müsse.

Das berichtet Akipress.

Die Dialoge über Friedensgespräche zwischen Kiew und Moskau sind nicht neu, sie wurden mehrmals seit dem Beginn der groß angelegten Invasion der Ukraine durch russische Streitkräfte unter der Leitung von Präsident Wladimir Putin im Februar 2022 aufgegriffen.

Der Kreml hat bestimmte Bedingungen als unverzichtbar für Russland festgelegt. Insbesondere die Akzeptanz der Annexion von vier ihrer Regionen – Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja – durch die Ukraine im September 2022, nach Referenden, die von Putin eingeleitet wurden, ein Schritt, der von der internationalen Gemeinschaft als illegal verurteilt wurde.

Die Ukraine besteht andererseits darauf, dass für eine tragfähige Friedensvereinbarung die Annexionen vom September 2022 aufgehoben und die Krim-Halbinsel, die 2014 von Putin annektiert wurde, wieder als Teil der Ukraine anerkannt werden müssen.

Shoigu bekräftigte beim 10. Xiangshan-Forum Russlands Bereitschaft für politische Dialoge auf realistischer Grundlage – sowohl hinsichtlich der nachkonfliktlichen Lösung der ukrainischen Krise als auch des weiteren Zusammenlebens mit dem Westen. Seine Aussagen wurden von der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass berichtet.

Er betonte die Bedeutung des Aufbaus gleichberechtigter Beziehungen zwischen allen nuklear bewaffneten Nationen, insbesondere den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, denen eine besondere Rolle bei der Wahrung des globalen Friedens und der Stabilität zukommt.

Für eine gerechtere, multipolare Weltordnung plädierte Shoigu für eine Überarbeitung der internationalen Sicherheitsinfrastruktur, um ihre Stabilität zu erhöhen. Er betonte die Wichtigkeit einer gemeinsamen Anstrengung aller an globaler Stabilität und Frieden interessierten Nationen.