Verzweifelter Putin? Russland gründet Afrika-Korps

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Clive Chilvers / Shutterstock.com
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Russland gründet Afrika-Korps.

Russland formiert das Afrika-Korps, eine reguläre militärische Einheit, um die Operationen der Wagner-Gruppe in Afrika zu übernehmen. Dieser Schritt signalisiert Russlands Absicht, seinen geopolitischen Einfluss auf dem Kontinent zu stärken.

Laut Bloomberg wird das Afrika-Korps, das sich von dem Söldneransatz der Wagner-Gruppe unterscheidet, unter der Leitung des russischen Verteidigungsministeriums operieren. Ziel der Initiative ist es, ein Netzwerk von Militärbasen in mehreren afrikafreundlichen Ländern zu etablieren, darunter Burkina Faso, Libyen, Mali, die Zentralafrikanische Republik und Niger.

Diese Entwicklung folgt auf den Rückgang westlicher Einflüsse in Afrika und den Tod von Jewgeni Prigoschin, dem Gründer der Wagner-Gruppe.

Das Afrika-Korps soll erwartungsgemäß die Extraktion von Rohstoffen fortsetzen, ein bedeutender Aspekt der Operationen der Wagner-Gruppe, um Russlands militärische Bemühungen anderswo zu finanzieren.

Die ersten Einsätze des Afrika-Korps haben bereits begonnen, mit etwa 100 russischen Truppen, die in Burkina Faso eingetroffen sind, um Sicherheit für Captain Ibrahim Traoré zu bieten. Auch Pläne für ein regionales Hauptquartier in der Zentralafrikanischen Republik sind im Gange.

Afrikanische Studierende strömen zu russischen Sprachprogrammen

In den letzten Jahren hat Putin aktiv versucht, die Beziehungen zu Afrika zu verbessern, insbesondere nachdem Russland nach seiner Invasion in der Ukraine neue Verbündete suchen musste. Russlands Bemühungen in Afrika beschränken sich jedoch nicht nur auf den militärischen Bereich; sie umfassen auch das Angebot verschiedener kostenloser Sprachprogramme, die es Afrikanern ermöglichen, Russisch zu lernen.

Im vergangenen Jahr hat der Kreml erfolgreich russische Sprach- und Kulturprogramme auf dem gesamten Kontinent gestartet und Hunderte junger Afrikaner eingeschrieben.

Laut Semafor In Kenya, das die größte Wirtschaft in Ostafrika hat, begann diese Initiative im März des Vorjahres. Dmitri Maximytschew, Russlands Botschafter in Kenia, berichtete von einem signifikanten Anstieg der russischen Sprachlerner im Land.

Von 2018 bis 2023 stieg die Zahl der russischen Sprachlerner in Kenia um das Zehnfache, wobei allein im letzten Jahr 900 Personen sowohl in Präsenz- als auch in Online-Kursen eingeschrieben waren. Ein Student, der die Online-Kurse absolvierte, erzählte Semafor Africa, dass jeder Kurs etwa 30 Studierende umfasste und sechs Monate dauerte.