Wissenschaftler in Italien entdecken Spuren eines Mythos

Olivia Rosenberg

19 Wochen vor

|

01/03/2024
Welt
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Die Grotte von Pertosa offenbart ihre Geheimnisse.

In einer Höhle in Italien haben Archäologen einen außergewöhnlichen Fund gemacht, der die Existenz einer sagenumwobenen Kreatur nahelegt: den Zyklopen Polyphem, bekannt aus Homers „Odyssee“. 

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, entdeckten italienische, französische und britische Wissenschaftler in der Grotte von Pertosa Hunderte senkrecht in den Boden gerammte Pfähle, die auf die Überreste eines Dorfes aus der mittleren Bronzezeit (1450-1200 v. Chr.) hindeuten. 

Doch nicht nur die Pfahlbauten, sondern auch die Verbindung zu dem einäugigen Riesen macht diesen Fund zu einer Sensation.

Die Forscher sind überzeugt, dass die entdeckte Höhle einst dem Zyklopen Polyphem als Wohnort diente. 

Die mythologische Figur, die Odysseus und seine Gefährten auf ihrer Odyssee durch das Mittelmeer in seine Höhle einsperrte, könnte somit mehr als nur eine Legende sein. 

Die Entdeckungen geben einen einzigartigen Einblick in das Leben der Menschen und mythischen Wesen der Bronzezeit. 

Neben den Pfahlbauten fanden die Archäologen auch antike Töpfe und kunstvoll verarbeitete Bronzewerkzeuge sowie Ablagerungen von Pflanzenresten, die perfekt erhalten geblieben sind.

Besonders die Traubenkerne, die auf eine frühe Nutzung der Rebe in Süditalien hinweisen, überraschten die Wissenschaftler. Diese Funde liefern neue, wertvolle Informationen über die Ursprünge des Weinbaus in der Region. 

Die Höhlen von Pertosa, ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt, bieten durch ihre unterirdischen Karsthöhlen und die Möglichkeit einer Bootsfahrt durch den vorderen Teil der Grotten ein beeindruckendes Erlebnis.