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Wo das Vermögen der Welt liegt

Dollars, money rain
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Reichtum nimmt weltweit zu, doch er landet immer stärker bei wenigen. Neue Auswertungen zeigen, wie sich Vermögen konzentriert, welche Regionen profitieren und warum diese Entwicklung zunehmend als politisches Risiko gilt.

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Ein auffälliger Trend ist das rasante Wachstum großer Vermögen. Aus Oxfam-Daten, ausgewertet von der ARD-Tagesschau, geht hervor, dass Zahl und Vermögen der Milliardärinnen und Milliardäre weiter steigen. Ihr gemeinsamer Reichtum erreichte zuletzt einen historischen Höchststand: 18,3 Billionen US-Dollar (etwa 15,75 Billionen Euro).

Diese Zahlen stehen nicht nur für wirtschaftliche Dynamik, sondern auch für Machtverschiebungen. Oxfam warnt laut der Tagesschau, dass extreme Vermögenskonzentration politischen Einfluss verstärken kann. Wirtschaftliche Stärke übersetze sich immer häufiger in politische Gestaltungsmacht.

Besonders zugespitzt zeigt sich das Ungleichgewicht im Vergleich zur Weltbevölkerung. Während einige wenige enorme Summen anhäufen, lebt ein großer Teil der Menschen weiterhin in Armut.

Ungleich verteilte Welt

Auch jenseits der Milliardärsranglisten bleibt das Bild unausgeglichen. ZDFheute berichtet unter Berufung auf Oxfam, dass die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung nur einen minimalen Anteil am globalen Vermögen besitzt. Der Großteil konzentriert sich auf wohlhabende Gruppen.

Regional verstärkt sich dieser Effekt. Die Auswertung des Oxfam-Ungleichheitsberichts 2026 durch ZDFheute zeigt, dass der Globale Norden einen überproportionalen Anteil des Weltvermögens hält, obwohl dort nur eine Minderheit der Weltbevölkerung lebt.

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Diese Verteilung prägt langfristige Chancen. Wo Kapital fehlt, bleiben Investitionen, soziale Sicherheit und politische Stabilität oft begrenzt.

Deutschland im Kontext

Im internationalen Vergleich fügt sich Deutschland in dieses Muster ein. Wie ZDFheute berichtet, besitzt hier das reichste eine Prozent mehr als ein Viertel des gesamten Vermögens, während die untere Hälfte kaum Vermögensanteile hält.

Die Tagesschau ergänzt, dass die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre in Deutschland stark gestiegen ist. Damit zählt das Land nach den USA, China und Indien zu den Staaten mit den meisten Superreichen weltweit.

Auffällig bleibt zudem die Geschlechterverteilung an der Spitze. Wie ZDFheute berichtet, entfällt nur rund 14 % der Milliardenvermögen auf Frauen.

Daten und Einordnung

Die zugrunde liegenden Zahlen stammen aus mehreren Quellen. ZDFheute verweist auf die World Inequality Database, die Umfragen und amtliche Statistiken bündelt. Oxfam kombiniert Daten laut ARD-Tagesschau mit Schätzungen von Forbes sowie Informationen der Weltbank und des UBS-Weltvermögensreports.

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Insgesamt zeichnen die Daten ein klares Bild: Vermögen wächst, verteilt sich aber immer ungleicher. Diese Entwicklung wirft nicht nur ökonomische, sondern auch gesellschaftliche und demokratische Fragen auf.

Quellen: ZDFheute, Tagesschau, Oxfam